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            <title>134. Das Scheibenschlagen am weißen Sonntag in Neufra</title>
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            <idno type="handle">hdl:11858/00-1734-0000-0006-0192-A</idno><idno type="TextGridUri">textgrid:zz3v.0</idno><availability>
               
               <p> Der annotierte Datenbestand der Digitalen Bibliothek inklusive Metadaten sowie
                                   davon einzeln zugängliche Teile sind eine Abwandlung des Datenbestandes von
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                  <ref target="http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/de/"> Eine vereinfachte
                                   Zusammenfassung des rechtsverbindlichen Lizenzvertrages in
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                  <ref target="http://www.textgrid.de/Digitale-Bibliothek">Hinweise zur Lizenz und zur Digitalen Bibliothek</ref>
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                  <title>Birlinger, Anton: Sitten und Gebräuche (Volksthümliches aus Schwaben 2). Freiburg im Breisgau: Herder’sche Verlagshandlung, 1862.</title>
                  <author key="pnd:119178818">Birlinger, Anton</author>
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                  <pubPlace>Breisgau</pubPlace>
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                                    <head type="h4" xml:id="tg1416.2.1">134. Das Scheibenschlagen am weißen Sonntag in Neufra bei Rottweil.</head>
                                    <p xml:id="tg1416.2.2">Ehedem wurde am sog. weißen Sonntag im Wintersaatösch ein Feuer angezündet. Unter lautem Abbeten des Rosenkranzes lief man drum herum, um der Saat Gedeihen zu erflehen. Da ging es ziemlich laut her. Nachher wurden Strohzöpfe an Stangen aufgehängt angezündet, dieselben geschwungen und um und über das Feuer gesprungen. Hierauf ging's dem Orte zu und die Buben bettelten von Haus zu Haus Eier, Schmalz, Mehl, Geld. Ließen erstere im Wirtshaus backen und braten und tranken weidlich dazu. Pfannenkuchen und Bier war das Liebste.</p>
                                    <p rend="zenoPLm4n0" xml:id="tg1416.2.3">In den Häusern beim Betteln sagten die Bursche folgende Verse her:</p>
                                    <lb xml:id="tg1416.2.4"/>
                                    <lg>
                                       <l xml:id="tg1416.2.5">
                                          <hi rend="italic" xml:id="tg1416.2.5.1">Mər hend əm Pfarrər d'Facklə tragə,</hi>
                                       </l>
                                       <l xml:id="tg1416.2.6">
                                          <hi rend="italic" xml:id="tg1416.2.6.1">Wûd iss d'Küəchlẽ nett vərsagə.</hi>
                                       </l>
                                       <l xml:id="tg1416.2.7">
                                          <hi rend="italic" xml:id="tg1416.2.7.1">Pfluəg-Eisəlẽ im ə Rad,</hi>
                                       </l>
                                       <l xml:id="tg1416.2.8">
                                          <hi rend="italic" xml:id="tg1416.2.8.1">Mər sind so armẽ Ackərsknab.</hi>
                                       </l>
                                       <l xml:id="tg1416.2.9">
                                          <hi rend="italic" xml:id="tg1416.2.9.1">Küəchlẽnn rauss,</hi>
                                       </l>
                                       <l xml:id="tg1416.2.10">
                                          <hi rend="italic" xml:id="tg1416.2.10.1">Odər ə Loch in's Haus!</hi>
                                       </l>
                                    </lg>
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