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            <title>81. [In der Gegend von Saulgau wird fast in allen]</title>
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               <p> Der annotierte Datenbestand der Digitalen Bibliothek inklusive Metadaten sowie
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                  <title>Birlinger, Anton: Sitten und Gebräuche (Volksthümliches aus Schwaben 2). Freiburg im Breisgau: Herder’sche Verlagshandlung, 1862.</title>
                  <author key="pnd:119178818">Birlinger, Anton</author>
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                                    <p xml:id="tg1363.2.2">In der Gegend von Saulgau wird fast in allen Wirtshäusern auf dem Lande in der Regel am Funkensonntag das <hi rend="spaced" xml:id="tg1363.2.2.1">Funkenringziehen</hi> veranstaltet. Da werden von den Wirten Funkenringe der verschiedensten Größe aus weißem Mehl, geknetet mit Milch und Butter, gebacken. Diese Ringe werden numerirt und oft 50 bis 60 an der Zahl in der Wirtsstube aufgehangen, die aber an Größe alle verschieden sind, so daß der größte Ring einen Wert von einem Gulden haben kann, während der kleinste einen Kreuzer wert ist. Wer nun am Funkenringziehen Theil nehmen will, der hat für ein Loos sechs Kreuzer zu bezahlen. Es kann Jeder Loose nehmen, so viel er will. Sieht sich der Wirt gedeckt und sind seine Loose verschlossen, so beginnt die <hi rend="spaced" xml:id="tg1363.2.2.2">Gewinnstziehung.</hi> Dieses geschieht regelmäßig von einem kleinen Kinde. Diejenigen Nummern, auf welche Gewinne fallen, müssen vorgezeigt werden, und alsdann kann der Gewinn in Empfang genommen werden. In größern Orten wird des Nachmittags für die <hi rend="spaced" xml:id="tg1363.2.2.3">Verheirateten</hi> das<hi rend="spaced" xml:id="tg1363.2.2.4"> Funkenringziehen</hi> abgehalten, und des Nachts für die <hi rend="spaced" xml:id="tg1363.2.2.5">Ledigen.</hi> Das ist ein Fest für Jung und Alt.</p>
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