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            <title>2. [Einem Ehepaare in Plau wurde ein Kind geboren]</title>
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               <p> Der annotierte Datenbestand der Digitalen Bibliothek inklusive Metadaten sowie
                                   davon einzeln zugängliche Teile sind eine Abwandlung des Datenbestandes von
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               </p>
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                  <ref target="http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/de/"> Eine vereinfachte
                                   Zusammenfassung des rechtsverbindlichen Lizenzvertrages in
                                   allgemeinverständlicher Sprache </ref>
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                  <ref target="http://www.textgrid.de/Digitale-Bibliothek">Hinweise zur Lizenz und zur Digitalen Bibliothek</ref>
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                  <title>Karl Bartsch: Sagen, Märchen und Gebräuche aus Meklenburg 1–2. Wien: Braumüller, 1879/80.</title>
                  <author key="pnd:118506943">Bartsch, Karl</author>
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                  <pubPlace>Wien</pubPlace>
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                                       <p xml:id="tg82.2.2">Einem Ehepaare in Plau wurde ein Kind geboren, das nach zwei Jahren nur einen Schuh lang war, einen gewaltig großen Kopf hatte und durchaus nicht sprechen lernen wollte. Sie klagten ihr Leid einem alten Manne, der sagte ›Gewiß haben die Unterirdischen euer Kind ausgetauscht. Wenn ihr darüber Gewißheit haben wollt, so nehmt eine leere Eierschale, gießt in Gegenwart des Kindes frisches Bier hinein und bringt es durch Hefe in Gährung. Wenn dann das Kind anfängt zu sprechen, dann ist meine Vermuthung richtig.‹ Sie thaten wie ihnen gerathen worden. Kaum war das Bier in Gährung, da rief das Kind in der Wiege:</p>
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                                          </p>
                                          <p xml:id="tg82.2.5">
                                             <seg rend="zenoTXFontsize80" xml:id="tg82.2.5.1">as Böhmer Gold,</seg>
                                          </p>
                                          <p xml:id="tg82.2.6">
                                             <seg rend="zenoTXFontsize80" xml:id="tg82.2.6.1">doch dat seih ik taum irsten Mal,</seg>
                                          </p>
                                          <p xml:id="tg82.2.7">
                                             <seg rend="zenoTXFontsize80" xml:id="tg82.2.7.1">dat man Bier brugt in Eierschal.</seg>
                                          </p>
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                                       <p xml:id="tg82.2.9">Die Eltern beschlossen nun in nächster Nacht das Kind in die Elde zu werfen. Als sie aber nach Mitternacht aufstanden und an die Wiege traten, lag darin ein blühendes kräftiges Kind. Die Unterirdischen hatten das ihrige weggeholt.</p>
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