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            <title>2. [Ein Jäger, der Freischütz werden wollte]</title>
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               <p> Der annotierte Datenbestand der Digitalen Bibliothek inklusive Metadaten sowie
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                  <title>Karl Bartsch: Sagen, Märchen und Gebräuche aus Meklenburg 1–2. Wien: Braumüller, 1879/80.</title>
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                                       <p xml:id="tg422.2.2">Ein Jäger, der Freischütz werden wollte, wandte sich an einen Förster, der die Kunst verstand. Der Förster versprach es ihm, wenn er die drei erforderlichen Probeschüsse thue. An einem bestimmten <pb n="234" xml:id="tg422.2.2.1"/>
Tage nahm der Förster ihn mit ins Holz, stellte ihn an einer kleinen Blöße an und gab ihm die Weisung, auf das erste Wild, das er aus dem Dickicht ihm über diese Blöße bringen werde, zu schießen. Bald darauf kommt der Förster auf einem Rehbock aus dem Dickicht geritten; der Jäger schießt nicht, weil er den Förster zu treffen fürchtet. Darauf kommt der Förster zurück und macht ihm Vorwürfe; zweimal könne er ihm noch ein Wild vorbringen, einmal wenigstens müsse er schießen, wenn ihm sein Leben lieb sei; daß er ihn treffe, brauche er nicht zu fürchten, er sei schußfest. Das zweitemal kommt der Förster auf einem Hirsch vorüber, aber der Jäger schießt wieder nicht; das drittemal kommt er auf einem wilden Schweine und ruft ihm zu ›Schieß, oder es kostet dir das Leben!‹ Der Jäger schießt nicht und das Schwein verschwindet mit dem Förster, der auch nicht wiederkam. Dem Jäger geschah weiter kein Leid, aber Freischütz ist er nicht geworden.</p>
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