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            <title>3. [Zwei Schwestern graben einmal im Garten]</title>
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               <p> Der annotierte Datenbestand der Digitalen Bibliothek inklusive Metadaten sowie
                                   davon einzeln zugängliche Teile sind eine Abwandlung des Datenbestandes von
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                                   Zusammenfassung des rechtsverbindlichen Lizenzvertrages in
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                  <title>Karl Bartsch: Sagen, Märchen und Gebräuche aus Meklenburg 1–2. Wien: Braumüller, 1879/80.</title>
                  <author key="pnd:118506943">Bartsch, Karl</author>
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                                       <p xml:id="tg99.2.2">Zwei Schwestern graben einmal im Garten und finden bei ihrer Arbeit eine Quadux (Kröte). Die eine von den Schwestern hat schon ihre Dunggabel emporgehoben, um das Thier zu durchstechen, als die andere ihr räth, es nicht zu thun. Nach einiger Zeit bekommt die Quadux ein kleines Kind, und die beiden Schwestern werden zur Taufe des Neugebornen eingeladen. Als die Schwestern bei der Wöchnerin ankommen, nöthigt diese sie, Platz zu nehmen. Da gewahrt diejenige Schwester, welche die Quadux hatte durchstechen wollen, daß über ihrem Haupte ein Schwert an einem Seidenfaden hängt und jeden Augenblick droht, auf sie niederzufallen. Als, hierüber entsetzt, die Schwester den gefährlichen Platz verlassen will, sagt ihr die <pb n="50" xml:id="tg99.2.2.1"/>
Wöchnerin, sie könne ohne Furcht sitzen bleiben, herunterfallen würde das Schwert nicht; aber so wie das Schwert am Seidenfaden hänge und jeden Augenblick drohe, sie zu durchstechen, so hätte auch ihr Leben am Seidenfaden gehangen, als sie sie mit der Dunggabel hätte durchstechen wollen.</p>
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