<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<TEI xmlns:jxb="http://java.sun.com/xml/ns/jaxb" xmlns:tei="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xmlns:xsi="http://www.w3.org/2001/XMLSchema-instance" xmlns:tns="http://textgrid.info/namespaces/metadata/core/2010" xmlns:tgl="http://textgrid.info/namespaces/metadata/language/2010" xmlns:tgs="http://textgrid.info/namespaces/metadata/script/2010" xmlns:tgr="http://textgrid.info/namespaces/metadata/agent/2010" xml:id="tg2786" n="/Literatur/M/Bartsch, Karl/Märchen und Sagen/Sagen, Märchen und Gebräuche aus Meklenburg/Zweiter Band: Gebräuche und Aberglaube/Gebräuche und Aberglaube/Erntegebräuche/1476. [In Wolde bei Stavenhagen war vor dreißig Jahren]">
   <teiHeader xmlns:fn="http://www.w3.org/2005/xpath-functions" xmlns:xi="http://www.w3.org/2001/XInclude" xmlns:a="http://www.textgrid.info/namespace/digibib/authors">
      <fileDesc>
         <titleStmt>
            <title>1476. [In Wolde bei Stavenhagen war vor dreißig Jahren]</title>
         </titleStmt>
         <publicationStmt>
            <idno type="handle">hdl:11858/00-1734-0000-0005-EB38-2</idno><idno type="TextGridUri">textgrid:zprj.0</idno><availability>
               
               <p> Der annotierte Datenbestand der Digitalen Bibliothek inklusive Metadaten sowie
                                   davon einzeln zugängliche Teile sind eine Abwandlung des Datenbestandes von
                                   www.editura.de durch TextGrid und werden unter der Lizenz Creative Commons
                                   Namensnennung 3.0 Deutschland Lizenz (by-Nennung TextGrid) veröffentlicht. Die
                                   Lizenz bezieht sich nicht auf die der Annotation zu Grunde liegenden
                                   allgemeinfreien Texte (Siehe auch Punkt 2 der Lizenzbestimmungen). </p>
               <p>
                  <ref target="http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/de/legalcode">Lizenzvertrag</ref>
               </p>
               <p>
                  <ref target="http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/de/"> Eine vereinfachte
                                   Zusammenfassung des rechtsverbindlichen Lizenzvertrages in
                                   allgemeinverständlicher Sprache </ref>
               </p>
               <p>
                  <ref target="http://www.textgrid.de/Digitale-Bibliothek">Hinweise zur Lizenz und zur Digitalen Bibliothek</ref>
               </p>
            </availability>
         </publicationStmt>
         <sourceDesc>
            <biblFull>
               <titleStmt>
                  <title>Karl Bartsch: Sagen, Märchen und Gebräuche aus Meklenburg 1–2. Wien: Braumüller, 1879/80.</title>
                  <author key="pnd:118506943">Bartsch, Karl</author>
               </titleStmt>
               <extent>298-</extent>
               <publicationStmt>
                  <date notBefore="1879" notAfter="1880"/>
                  <pubPlace>Wien</pubPlace>
               </publicationStmt>
            </biblFull>
         </sourceDesc>
      </fileDesc>
      <profileDesc>
         <creation>
            <date notBefore="1832" notAfter="1880"/>
         </creation>
         <textClass>
            <keywords scheme="http://textgrid.info/namespaces/metadata/core/2010#genre">
               <term>other</term>
            </keywords>
         </textClass>
      </profileDesc>
   </teiHeader>
                        <text>
                           <body>
                                 
                                    
                                 
                                 
                                 <div type="text" xml:id="tg2786.2">
                                    <div type="h4">
                                       <head type="h4" xml:id="tg2786.2.1">1476.</head>

                                       <p xml:id="tg2786.2.2">In Wolde bei Stavenhagen war vor dreißig Jahren folgende Sitte. Am ersten Tage der Ernte wird ein Zuber voll Wasser auf dem Hofe aufgestellt. In demselben wird ein Bund Dorn angebracht, wie etwa ein Bouquet in ein Glas gestellt wird. Der Dorn wird mit reifen Früchten, Stachelbeeren, Johannisbeeren, Kirschen etc. behangen. Am Abend, wenn die Knechte vom Mähen heimkehren, stellen sich die Mädchen mit Töpfen und Kellen um den Zuber. Die Knechte müssen nun von den Früchten rauben, wobei sie sich in den Dornen reißen, und werden dabei von den Mädchen mit Wasser begossen, welches diese mit ihren Geschirren aus dem Zuber schöpfen. Dem Begießen zu entgehen ist das Bemühen der Knechte, zugleich aber auch, die meisten Früchte zu erhaschen. Dabei Jubel und Gelächter. Man nannte dies ›Bunt Wasser machen‹.</p>
                                       <lb xml:id="tg2786.2.3"/>
                                       <closer>
                                          <seg type="closer" rend="zenoPLm4n0" xml:id="tg2786.2.4">
                                             <seg rend="zenoTXFontsize80" xml:id="tg2786.2.4.1">Domänenpächter Behm in Nienhagen.</seg>
                                          </seg>
                                       </closer>
                                    </div>
                                 </div>
                              </body>
                        </text>
                     </TEI>
