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            <title>2. [Zur Zeit, als die Leute in Wredenhagen ihr Korn]</title>
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               <p> Der annotierte Datenbestand der Digitalen Bibliothek inklusive Metadaten sowie
                                   davon einzeln zugängliche Teile sind eine Abwandlung des Datenbestandes von
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                  <title>Karl Bartsch: Sagen, Märchen und Gebräuche aus Meklenburg 1–2. Wien: Braumüller, 1879/80.</title>
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                                       <p xml:id="tg328.2.2">Zur Zeit, als die Leute in Wredenhagen ihr Korn noch nach der Hinrichshöfer Mühle bringen mußten, trug eines Abends eine Frau aus Wredenhagen einen Sack mit Roggen zum Mahlen nach der Mühle. Als sie heimkehrte, kam ein Mann hinter ihr her, der kein Wort mit ihr sprach. Wie sie bei der Koppel war und eben hinübersteigen wollte, erbot er sich, ihr den Sack eine Strecke weiter zu tragen. Sie lehnte es anfänglich ab, aber er drang in sie, so daß sie endlich nachgab. Als sie beide also das Dorf Wredenhagen fast schon erreicht hatten, begann plötzlich der Hahn zu krähen. Beim ersten Hahnenschrei sagte der fremde Mann ›Du deist mi noch nicks!‹ Dasselbe äußerte er auch beim zweiten; als er aber den dritten Schrei vernommen, sprach er ›Nu möt ik gan; wat gifft mi œwer dorför,‹ setzte er fragend hinzu, ›dat ik di 't Mehl so wid dragen hevv?‹ ›Ach,‹ erwiderte die Frau, ›wat sall ik di woll gęb'n? ik bün ne arm Fru un hevv nicks!‹ ›Du kannst mi doch wat gęb'n!‹ antwortete der Fremde. ›Nicks Anners,‹ sprach die Frau, ›as vęl schön Dank un dusend Gotts Lohn!‹ ›Gott Loff un Dank! dorna hew ik all vęl Johr vergęws wankt; nu bün ik erlöst un kann endlich ruhig schlapen!‹ rief freudig bewegt der Geist aus – denn ein solcher war er – und verschwand.</p>
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