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            <title>2. [Auf der Brücke zwischen Groß- und Klein-Quassow]</title>
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               <p> Der annotierte Datenbestand der Digitalen Bibliothek inklusive Metadaten sowie
                                   davon einzeln zugängliche Teile sind eine Abwandlung des Datenbestandes von
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                  <title>Karl Bartsch: Sagen, Märchen und Gebräuche aus Meklenburg 1–2. Wien: Braumüller, 1879/80.</title>
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                                       <p xml:id="tg310.2.2">Auf der Brücke zwischen Groß- und Klein-Quassow war es vordem Nachts nicht geheuer. Ein großer Stier pflanzte sich der Länge nach darauf hin und ließ Niemand hinübergehen. Da kam eines Tages ein alter Mann des Weges, ›der mehr verstand als alle Tag‹, und obwohl man ihm abrieth, erklärte er doch seinen Entschluß, Nachts über die Brücke zu gehen. Man ließ ihm also seinen Willen. Er nahm denn einen Kreuzdornstock und ging getrost dem Stier entgegen. Hier schlug er denn ohne Weiteres mit den Worten ›Eins, zwei!‹ auf den Stier ein. ›Sla den drüdden ok!‹ rief dieser. Der Greis aber erwiderte ruhig ›Es geht immer wieder aufs Neue.‹ Und trotz wiederholter Zurufe des Stieres blieb er die ganze mitternächtliche Stunde hindurch bei seinem ›Eins, zwei!‹ Als aber die Glocke Eins schlug, verschwand die Erscheinung und kehrte in Zukunft nie wieder. Der Greis aber erklärte, nun sei das Gespenst erlöst.</p>
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