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            <title>2. [An der Feldscheide von W. und D.]</title>
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               <p> Der annotierte Datenbestand der Digitalen Bibliothek inklusive Metadaten sowie
                                   davon einzeln zugängliche Teile sind eine Abwandlung des Datenbestandes von
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                  <title>Karl Bartsch: Sagen, Märchen und Gebräuche aus Meklenburg 1–2. Wien: Braumüller, 1879/80.</title>
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                                       <p xml:id="tg266.2.2">An der Feldscheide von W. und D. stand bis vor kurzer Zeit ein hoher Pfahl, dessen oberer Theil durch einen Querbalken zu einem Kreuze geformt war. Eine Frau ging Abends nach Hause zurück, konnte aber trotz aller Anstrengung nicht bei dem Kreuze vorbeikommen. Sie versuchte mit Aufbieten aller Kraft zu laufen, aber das Kreuz wich nicht von ihrer Seite. Sie wandte dem Kreuze den Rücken und eilte dem Strande der Ostsee zu; allein auch hier folgte ihr das Kreuz. Verzweifelnd lief sie in die Ostsee hinein, wo Blaumäntelchen keine Gewalt mehr über sie hatte. Da verschwand das Kreuz, erst spät und ganz entkräftet kam sie zu Hause an.</p>
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