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            <title>1325. [J.P. Schmidt, Fastel-Abends-Sammlungen (1742)]</title>
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               <p> Der annotierte Datenbestand der Digitalen Bibliothek inklusive Metadaten sowie
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                  <title>Karl Bartsch: Sagen, Märchen und Gebräuche aus Meklenburg 1–2. Wien: Braumüller, 1879/80.</title>
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                  <pubPlace>Wien</pubPlace>
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                                       <p xml:id="tg2573.2.2">J.P. Schmidt, Fastel-Abends-Sammlungen (1742), S. 87 ff., bezeichnet als Fastnachtsessen Heetweggen, Schinken, Mettwurst, geräuchert Ochsenfleisch. Die Heetweggen beschreibt er (S. 90) als ›aus feinem Mehl und Milch, in Gestalt eines Kreuzes, gebackene Brödte, welche entweder trucken oder mit Butter beschmieret, oder aber in siedender Milch abgekochet, mit Eyern, Butter und Gewürtz wohl zugerichtet, zur Vorkost auf den Fastel-Abends-Schmäusen verspeiset werden‹. Auch pflegte man sich ›mit grünen Sträußen zu beschenken, auch die Dannen-Bäume vor den Häusern zu pflantzen, und also, welches noch biß den heutigen Tag übergeblieben ist, sich einen grünen Fastel-Abend zu bringen‹. (S. 136.) Arme Kinder bringen den reicheren einen grünen Strauß ins Haus und sagen dabei:</p>
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                                          <l xml:id="tg2573.2.5">Habt ihr nicht Eyer, so gebet uns Wurst;</l>
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                                       <p xml:id="tg2573.2.7">wofür sie eine kleine Gabe empfangen. (S. 136 f.) Ferner gedenkt er der ›Heetweggen-Abstäupung‹ (S. 138) und bemerkt, daß in den besseren Familien dies nur im Scherz vorkomme, wobei man einer aus Silberdraht geflochtenen Ruthe sich bediente, während in den niedern Ständen die jungen Kerls den Mägden am Fastel-Abends-Morgen ganz frühe ans Bett kommen und dieselben so lange mit Ruthen schlagen, bis sie durch Heetweggen sich lösen. Weiter wird das Maskiren erwähnt, und endlich (S. 149) ›das Hunde schlagen‹, das aber in Meklenburg nicht gebräuchlich sei.</p>
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Jenes Hetweckenstäupen ist auf dem Lande noch jetzt vielfach in Gebrauch, und in Schwerin zogen die Müllergesellen noch bei Menschengedenken am Fastnachtsmorgen mit Sträußen und einer mit Band gezierten Ruthe bei den Bäckern und ihren sonstigen Kunden umher, um ein Geschenk zu erbitten. (Beyer in den Jahrb. 20, 200.)</seg>
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