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               <p> Der annotierte Datenbestand der Digitalen Bibliothek inklusive Metadaten sowie
                                   davon einzeln zugängliche Teile sind eine Abwandlung des Datenbestandes von
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                  <title>Kurt Tucholsky: Gesammelte Werke in zehn Bänden. Herausgegeben von Mary Gerold-Tucholsky und Fritz J. Raddatz, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt Verlag, 1975.</title>
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                              <p xml:id="tg194.2.2">Der Verfasser von <hi rend="italic" xml:id="tg194.2.2.1">›Neudeutsch‹</hi> (in Nummer 45) wird sich über den Kronzeugen Schopenhauer freuen. »Ohne Umstände zieht jeder Skribler Substantiv und Adjektiv zu Einem Wort zusammen und sieht dabei triumphierend auf seine verblüfften Leser. Statt ›dunkles Zimmer‹ Dunkelzimmer; statt die ›ganze Länge‹ die Gesamtlänge – und so in hundert Fällen aus Adjektiv und Substantiv Ein Wort gemacht! wozu, wozu! – aus der schmutzigsten Raumersparnis Eines Buchstabens und des Interstitiums zwischen zwei Worten. Und bei solchen niederträchtigen Schlichen ist noch dazu eine gewisse Selbstgefälligkeit unverkennbar; triumphierend bringt jeder, als Probe seines Witzes, eine neue Sprachverhunzung zu Markte. Olympische Götter! gibt es einen peinlicheren Anblick als den des exultierenden, zufriedenen Unverstandes? Übertrifft er nicht sogar den der kokettierenden Häßlichkeiten?« Es ist Ehrenpflicht jedes deutschen Redakteurs, diesen Unfug aus seinem Gebiet auszumerzen. Fege jeder vor seiner Tür! Wir wollen kein Neudeutsch, sondern ein gutes Deutsch!</p>
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· Ignaz Wrobel<lb xml:id="tg194.2.4.1.1"/>
Die Weltbühne, 28.11.1918, Nr. 48, S. 520.</seg>
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