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            <title>28. Die Mißgeburt zu Jütkendorf</title>
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                  <title>Jodocus Deodatus Hubertus Temme: Die Volkssagen der Altmark. Mit e. Anhange von Sagen aus den übrigen Marken und aus dem Magdeburgischen. Berlin: Nicolai, 1839.</title>
                  <author key="pnd:118801597">Temme, Jodocus Deodatus Hubertus</author>
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                                 <head type="h4" xml:id="tg115.2.1">28. Die Mißgeburt zu Jütkendorf.</head>

                                 <p xml:id="tg115.2.2">Zu Jütkendorf, einem Dorfe in der Cöllner Inspektion, lebte vor Zeiten ein Bauer, der eine hübsche Frau hatte. Diese hatte er in Verdacht, daß sie heimlichen Umgang mit seinem Knechte pflege. Er stellte sie deshalb darüber zu Rede; die Frau aber, welche gerade in gesegneten Umständen war, verschwor sich und sagte: wenn das wahr wäre, so möge Gott ein Zeichen geben an dem Kinde, das sie in ihrem Leibe trage. Dafür wurde die Ehebrecherin auf schreckliche Weise gestraft; denn wie sie in die Wochen kam, da ward sie von einem Knäblein entbunden, welches an der Nase ein Gewächs wie ein Taubenei, und an jedem kleinem Finger und an jeder kleinen Zehe ein Ende Fleisch gehabt, wie ein Glied am Finger. Da gestand die Frau, daß sie wirklich Ehebruch mit dem Knechte <pb n="111" xml:id="tg115.2.2.1"/>
trieben, worauf denn, am dritten Tage nach der Geburt, das Kind starb.</p>
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