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            <title>252b.[Im Saterlande galt die Regel, daß man jeden Abend das Spinnrad]</title>
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            <idno type="handle">hdl:11858/00-1734-0000-0005-35A2-9</idno><idno type="TextGridUri">textgrid:w2tp.0</idno><availability>
               
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                  <title>Ludwig Strackerjan: Aberglaube und Sagen aus dem Herzogtum Oldenburg 1–2. ed. K. Willoh., Band 1, 2. Aufl., Oldenburg: Stalling, 1909.</title>
                  <author key="pnd:117305553">Strackerjan, Ludwig</author>
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                  <date>1909</date>
                  <pubPlace>Oldenburg</pubPlace>
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                                          <p xml:id="tg996.2.2">Im Saterlande galt die Regel, daß man jeden Abend das Spinnrad abschrauben müsse, da man sonst die Walridersken herbeilocke, die darauf spännen. Es heißt dort die Walriderske, Weilriderske und Weil (plattd. Weel) heißt auch das Rad. – Eilt man der Walridersken, wenn sie einen verläßt, nach, und diese setzt sich in einen Brombeerstrauch, und man spricht nun: »Da bleibe du alte Hexe so lange sitzen, als du auf mir gesessen hast«, so findet man hinterher den Brombeerstrauch verdorrt.</p>
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                                          <head type="h4" xml:id="tg996.2.4">Die Walriderske und der Teufel.</head>

                                          <p xml:id="tg996.2.5">Eines abends spät trafen der Teufel und eine Walriderske zusammen, die nach ein und demselben Bauernhause wollten, um dessen Bewohner in ihrer nächtlichen Ruhe zu stören. Der Teufel hatte es auf den Herrn und die Walriderske auf den Knecht abgesehen. Als sie bei dem Hause ankamen, hatte es gerade elf geschlagen. Der Bauer war kurz vorher zu Bette gegangen, der Knecht saß noch am Feuer. Nebenan im Alkoven weinte ein Kind und war von der Mutter nicht zur Ruhe zu bringen. Der Bauer ergrimmt über die Ruhestörung, ruft verdrießlich aus: »Ich wollte, daß der Teufel das Kind holte.« »Da ist es Zeit für dich«, spricht die Walriderske leise zum Teufel. »Nein«, sagt dieser, »denn der Wunsch kommt nicht von Herzen.« Gleich darauf ruft der Bauer dem Knecht zu: »Weshalb willst du noch länger am Feuer sitzen, geh doch zu Bett.« »Ich ginge gern schlafen«, entgegnet der Knecht, »aber ich fürchte die Walriderske, die mich jede Nacht quält. Ich wollte, daß der Teufel sie holte.« »Das kommt von Herzen«, frohlockte darauf der Teufel, »jetzt ist es Zeit für mich« und <pb n="479" xml:id="tg996.2.5.1"/>
er packte die Walriderske und entschwand mit ihr durch die Lüfte. Der Knecht hatte fortan Ruhe in der Nacht. (Ammerland.)</p>
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