<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<TEI xmlns:jxb="http://java.sun.com/xml/ns/jaxb" xmlns:tei="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xmlns:xsi="http://www.w3.org/2001/XMLSchema-instance" xmlns:tns="http://textgrid.info/namespaces/metadata/core/2010" xmlns:tgl="http://textgrid.info/namespaces/metadata/language/2010" xmlns:tgs="http://textgrid.info/namespaces/metadata/script/2010" xmlns:tgr="http://textgrid.info/namespaces/metadata/agent/2010" xml:id="tg1680" n="/Literatur/M/Strackerjan, Ludwig/Sagen/Aberglaube und Sagen aus dem Herzogtum Oldenburg/Zweiter Band/Drittes Buch/Erster Abschnitt/C. Varel und die friesische Wede/513. Zetel/b. [Der Pfarrer zu Zetel fuhr einst spät in der Nacht von einem Krankenbesuche]">
   <teiHeader xmlns:fn="http://www.w3.org/2005/xpath-functions" xmlns:xi="http://www.w3.org/2001/XInclude" xmlns:a="http://www.textgrid.info/namespace/digibib/authors">
      <fileDesc>
         <titleStmt>
            <title>b. [Der Pfarrer zu Zetel fuhr einst spät in der Nacht von einem Krankenbesuche]</title>
         </titleStmt>
         <publicationStmt>
            <idno type="handle">hdl:11858/00-1734-0000-0005-326C-E</idno><idno type="TextGridUri">textgrid:w1vb.0</idno><availability>
               
               <p> Der annotierte Datenbestand der Digitalen Bibliothek inklusive Metadaten sowie
                                   davon einzeln zugängliche Teile sind eine Abwandlung des Datenbestandes von
                                   www.editura.de durch TextGrid und werden unter der Lizenz Creative Commons
                                   Namensnennung 3.0 Deutschland Lizenz (by-Nennung TextGrid) veröffentlicht. Die
                                   Lizenz bezieht sich nicht auf die der Annotation zu Grunde liegenden
                                   allgemeinfreien Texte (Siehe auch Punkt 2 der Lizenzbestimmungen). </p>
               <p>
                  <ref target="http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/de/legalcode">Lizenzvertrag</ref>
               </p>
               <p>
                  <ref target="http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/de/"> Eine vereinfachte
                                   Zusammenfassung des rechtsverbindlichen Lizenzvertrages in
                                   allgemeinverständlicher Sprache </ref>
               </p>
               <p>
                  <ref target="http://www.textgrid.de/Digitale-Bibliothek">Hinweise zur Lizenz und zur Digitalen Bibliothek</ref>
               </p>
            </availability>
         </publicationStmt>
         <sourceDesc>
            <biblFull>
               <titleStmt>
                  <title>Ludwig Strackerjan: Aberglaube und Sagen aus dem Herzogtum Oldenburg 1–2. ed. K. Willoh., Band 2, 2. Aufl., Oldenburg: Stalling, 1909.</title>
                  <author key="pnd:117305553">Strackerjan, Ludwig</author>
               </titleStmt>
               <extent>284-</extent>
               <publicationStmt>
                  <date>1909</date>
                  <pubPlace>Oldenburg</pubPlace>
               </publicationStmt>
            </biblFull>
         </sourceDesc>
      </fileDesc>
      <profileDesc>
         <creation>
            <date notBefore="1825" notAfter="1881"/>
         </creation>
         <textClass>
            <keywords scheme="http://textgrid.info/namespaces/metadata/core/2010#genre">
               <term>other</term>
            </keywords>
         </textClass>
      </profileDesc>
   </teiHeader>
                              <text>
                                 <body>
                                       
                                          
                                       
                                       
                                       <div type="text" xml:id="tg1680.2">
                                          <div type="h4">
                                             <head type="h4" xml:id="tg1680.2.1">b.</head>

                                             <p xml:id="tg1680.2.2">Der Pfarrer zu Zetel fuhr einst spät in der Nacht von einem Krankenbesuche nach Hause zurück. Unterwegs sah er die große Türe eines Bauernhauses weit offen stehen. Er ließ halten und ging in das Haus hinein. Da fand er mehrere Bewohner des Hauses getötet und die Magd im Unterhause am Stricke hangen, doch hatte sie eine Hand zwischen Hals und Strick geschoben und sich so vor dem Erwürgen geschützt. Er schnitt sie sofort ab und fragte sie, wer die Mörder gewesen seien, worauf sie unter großer Anstrengung nur die Worte hervorbrachte: »Wie mich dünkt, ist des Pastoren Knecht mit dabei gewesen.« Der Pastor fuhr zu Hause und traf seinen Knecht beim Feuerherd sitzend an. Auf die Frage, warum er noch nicht zu Bette sei, erwiderte derselbe, er habe geglaubt, der Herr werde ihn noch brauchen. »Das ist gut«, sagte der Pastor, »gehe in den Keller und hole mir eine halbe Kanne Bier.« Der Knecht gehorchte, der Pastor schlug aber sogleich die Kellertür hinter ihm zu und verschloß sie. Dann ging er zum Ortsvorsteher und veranlaßte ihn, den Landsturm aufzubieten, damit er den Knecht gefangen nehme und dessen Helfershelfern nachspüre. Als nun der Keller geöffnet wurde, war nicht nur der Knecht darin, sondern die ganze, vierzehn Mann starke Bande, und alle zusammen wurden gefangen genommen. Sie gestanden, daß sie sich in dieser Nacht an dem Pastoren hätten rächen wollen, weil er sie in ihrem Unternehmen gestört hätte.</p>
                                          </div>
                                       </div>
                                    </body>
                              </text>
                           </TEI>
