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            <title>[Ihr nicht seid mir gestorben allein]</title>
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            <idno type="handle">hdl:11858/00-1734-0000-0004-A872-7</idno><idno type="TextGridUri">textgrid:tkzk.0</idno><availability>
               
               <p> Der annotierte Datenbestand der Digitalen Bibliothek inklusive Metadaten sowie
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               </p>
               <p>
                  <ref target="http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/de/"> Eine vereinfachte
                                   Zusammenfassung des rechtsverbindlichen Lizenzvertrages in
                                   allgemeinverständlicher Sprache </ref>
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                  <ref target="http://www.textgrid.de/Digitale-Bibliothek">Hinweise zur Lizenz und zur Digitalen Bibliothek</ref>
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                  <title>Friedrich Rückert: Kindertodtenlieder aus seinem Nachlasse, Frankfurt a.M.: Sauerländer, 1872.</title>
                  <author>Rückert, Friedrich</author>
               </titleStmt>
               <extent>313-</extent>
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                  <date when="1872"/>
                  <pubPlace>Frankfurt a.M.</pubPlace>
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                                 <lg>
                                    <l xml:id="tg317.3.2">Ihr nicht seid mir gestorben allein,</l>
                                    <l xml:id="tg317.3.3">Es ist gestorben der Freudenschein,</l>
                                    <l xml:id="tg317.3.4">Der mir die Welt umwoben,</l>
                                    <l xml:id="tg317.3.5">Es ist gestorben der blendende Tag,</l>
                                    <l xml:id="tg317.3.6">Der auf den Tiefen des Todes lag,</l>
                                    <l xml:id="tg317.3.7">Die Decke hat sich gehoben,</l>
                                    <l xml:id="tg317.3.8">Der Flitterglanz ist zerstoben.</l>
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                                    <l xml:id="tg317.3.10">Nun seh' ich Betrübte fern und nah,</l>
                                    <l xml:id="tg317.3.11">Wo ich sonst lauter Glückliche sah,</l>
                                    <l xml:id="tg317.3.12">Die 's waren oder mir schienen;</l>
                                    <l xml:id="tg317.3.13">Ansah ich so genau sie nicht,</l>
                                    <l xml:id="tg317.3.14">Nun blick' ich schärfer in jedes Gesicht,</l>
                                    <l xml:id="tg317.3.15">Und les' in allen Mienen,</l>
                                    <l xml:id="tg317.3.16">Daß etwas starb auch ihnen.</l>
                                 </lg>
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                                    <l xml:id="tg317.3.19">Sonst hab' ich Trauerkunden gehört,</l>
                                    <l xml:id="tg317.3.20">Es hat im Glücke mich nicht gestört.</l>
                                    <l xml:id="tg317.3.21">Es waren nur leere Schalle.</l>
                                    <l xml:id="tg317.3.22">Nun kann ich in keine Zeitung sehn.</l>
                                    <l xml:id="tg317.3.23">So seh' ich die Todsanzeigen stehn;</l>
                                    <l xml:id="tg317.3.24">Sonst ärgert' ich mich am Schwalle,</l>
                                    <l xml:id="tg317.3.25">Nun muß ich sie lesen alle.</l>
                                 </lg>
                                 <lg>
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                                    <l xml:id="tg317.3.27">Ich höre wie sonst das Glockengeläut,</l>
                                    <l xml:id="tg317.3.28">Bedeutender, als es mir klang, klingt's heut,</l>
                                    <l xml:id="tg317.3.29">Und ich frage, was es bedeute?</l>
                                    <l xml:id="tg317.3.30">So übles hat mirs bedeutet schon;</l>
                                    <l xml:id="tg317.3.31">Wem gilt nun heute der Trauerton?</l>
                                    <l xml:id="tg317.3.32">Sonst meint' ich nur, man läute</l>
                                    <l xml:id="tg317.3.33">Für lauter Täufling' und Bräute.</l>
                                 </lg>
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                                    <l xml:id="tg317.3.35">Mit Epheu ist mein Garten geschmückt,</l>
                                    <l xml:id="tg317.3.36">Den haben auch sonst die Leute gepflückt</l>
                                    <l xml:id="tg317.3.37">Aus der Stadt, und ich ließ sie pflücken,</l>
                                    <l xml:id="tg317.3.38">Und fragte nicht, zu welchem Behuf?</l>
                                    <l xml:id="tg317.3.39">Nun aber hab' ich zu fragen Beruf,</l>
                                    <l xml:id="tg317.3.40">Auf welches Haupt sie drücken</l>
                                    <l xml:id="tg317.3.41">Den dunkeln Kranz, den sie pflücken.</l>
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