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            <title>Bestrafte Ungenügsamkeit</title>
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            <idno type="handle">hdl:11858/00-1734-0000-0004-A480-1</idno><idno type="TextGridUri">textgrid:tjrp.0</idno><availability>
               
               <p> Der annotierte Datenbestand der Digitalen Bibliothek inklusive Metadaten sowie
                                   davon einzeln zugängliche Teile sind eine Abwandlung des Datenbestandes von
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               </p>
               <p>
                  <ref target="http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/de/"> Eine vereinfachte
                                   Zusammenfassung des rechtsverbindlichen Lizenzvertrages in
                                   allgemeinverständlicher Sprache </ref>
               </p>
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                  <ref target="http://www.textgrid.de/Digitale-Bibliothek">Hinweise zur Lizenz und zur Digitalen Bibliothek</ref>
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                  <title>Friedrich Rückert: Werke, Herausgegeben von Georg Ellinger, Band 1 u. 2, Leipzig und Wien: Bibliographisches Institut, [1897].</title>
                  <author>Rückert, Friedrich</author>
               </titleStmt>
               <extent>298-</extent>
               <publicationStmt>
                  <date when="1897"/>
                  <pubPlace>Leipzig und Wien</pubPlace>
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                              <head type="h4" xml:id="tg842.3.1">Bestrafte Ungenügsamkeit</head>

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                                 <l xml:id="tg842.3.2">Es war das Kloster Grabow im Lande Usedom,</l>
                                 <l xml:id="tg842.3.3">Das nährte Gott vorzeiten aus seiner Gnade Strom.</l>
                                 <l xml:id="tg842.3.4">Sie hätten sich sollen begnügen!</l>
                              </lg>
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                                 <l xml:id="tg842.3.6">Es schwammen an der Küste, daß es die Nahrung sei</l>
                                 <l xml:id="tg842.3.7">Den Mönchen in dem Kloster, jährlich zwei Fisch' herbei.</l>
                                 <l xml:id="tg842.3.8">Sie hätten sich sollen begnügen!</l>
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                                 <l xml:id="tg842.3.10">Zwei Störe, groß gewaltig; dabei war das Gesetz,</l>
                                 <l xml:id="tg842.3.11">Daß jährlich sie den einen fingen davon im Netz.</l>
                                 <l xml:id="tg842.3.12">Sie hätten sich sollen begnügen!</l>
                              </lg>
                              <lg>
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                                 <l xml:id="tg842.3.15">Der andre schwamm von dannen, bis auf das andre Jahr,</l>
                                 <l xml:id="tg842.3.16">Da bracht' er einen neuen Gesellen mit sich dar.</l>
                                 <l xml:id="tg842.3.17">Sie hätten sich sollen begnügen!</l>
                              </lg>
                              <lg>
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                                 <l xml:id="tg842.3.19">Da fingen wieder einen sie sich für ihren Tisch;</l>
                                 <l xml:id="tg842.3.20">Sie fingen regelmäßig jahraus jahrein den Fisch.</l>
                                 <l xml:id="tg842.3.21">Sie hätten sich sollen begnügen!</l>
                              </lg>
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                                 <l xml:id="tg842.3.23">Einst kamen zwei so große in einem Jahr herbei;</l>
                                 <l xml:id="tg842.3.24">Schwer ward die Wahl den Mönchen, welcher zu fangen sei?</l>
                                 <l xml:id="tg842.3.25">Sie hätten sich sollen begnügen!</l>
                              </lg>
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                                 <l xml:id="tg842.3.27">Sie fingen alle beide; den Lohn man da erwarb,</l>
                                 <l xml:id="tg842.3.28">Daß sich das ganze Kloster den Magen dran verdarb.</l>
                                 <l xml:id="tg842.3.29">Sie hätten sich sollen begnügen!</l>
                              </lg>
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                                 <l xml:id="tg842.3.31">Der Schaden war der kleinste, der größte kam nachher:</l>
                                 <l xml:id="tg842.3.32">Es kam nun gar zum Kloster kein Fisch geschwommen mehr.</l>
                                 <l xml:id="tg842.3.33">Sie hätten sich sollen begnügen!</l>
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                                 <l xml:id="tg842.3.35">Sie hat so lange gnädig gespeiset Gottes Huld;</l>
                                 <l xml:id="tg842.3.36">Daß sie nun des sind ledig, ist ihre eigne Schuld.</l>
                                 <l xml:id="tg842.3.37">Sie hätten sich sollen begnügen!</l>
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