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            <title>Der Spielmann</title>
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            <idno type="handle">hdl:11858/00-1734-0000-0004-A2F5-B</idno><idno type="TextGridUri">textgrid:tj94.0</idno><availability>
               
               <p> Der annotierte Datenbestand der Digitalen Bibliothek inklusive Metadaten sowie
                                   davon einzeln zugängliche Teile sind eine Abwandlung des Datenbestandes von
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               </p>
               <p>
                  <ref target="http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/de/"> Eine vereinfachte
                                   Zusammenfassung des rechtsverbindlichen Lizenzvertrages in
                                   allgemeinverständlicher Sprache </ref>
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                  <ref target="http://www.textgrid.de/Digitale-Bibliothek">Hinweise zur Lizenz und zur Digitalen Bibliothek</ref>
               </p>
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                  <title>Friedrich Rückert: Werke, Herausgegeben von Georg Ellinger, Band 1 u. 2, Leipzig und Wien: Bibliographisches Institut, [1897].</title>
                  <author>Rückert, Friedrich</author>
               </titleStmt>
               <extent>283-</extent>
               <publicationStmt>
                  <date when="1897"/>
                  <pubPlace>Leipzig und Wien</pubPlace>
               </publicationStmt>
            </biblFull>
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                                 <head type="h4" xml:id="tg830.3.1">Der Spielmann</head>

                                 <lg>
                                    <l xml:id="tg830.3.2">Der Spielmann stimmt seine Geigen</l>
                                    <l xml:id="tg830.3.3">Und spricht zu ihr:</l>
                                    <l xml:id="tg830.3.4">»Du sollst dein Kunststück zeigen,</l>
                                    <l xml:id="tg830.3.5">Komm, geh mit mir!«</l>
                                    <l xml:id="tg830.3.6">Der Spielmann geht mit ihr vor ein Schloß;</l>
                                    <l xml:id="tg830.3.7">'s ist Nacht, der Spielmann fiedelt drauf los.</l>
                                    <l xml:id="tg830.3.8">Der Spielmann sagt: »'s ist nicht genug,</l>
                                    <l xml:id="tg830.3.9">Ich muß fiedeln noch einen Zug.«</l>
                                 </lg>
                                 <lg>
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                                    <l xml:id="tg830.3.11">Vor dem Schloß ist ein Garten,</l>
                                    <l xml:id="tg830.3.12">Mit Bäum' und Pflanzen;</l>
                                    <l xml:id="tg830.3.13">Die können die Zeit nicht erwarten,</l>
                                    <l xml:id="tg830.3.14">Zu tanzen.</l>
                                    <l xml:id="tg830.3.15">Der Spielmann fiedelt vor dem Schloß,</l>
                                    <l xml:id="tg830.3.16">Die Bäume tanzen alle drauf los.</l>
                                    <l xml:id="tg830.3.17">Der Spielmann spricht: »'s ist nicht genug,</l>
                                    <l xml:id="tg830.3.18">Ich muß fiedeln noch einen Zug.«</l>
                                 </lg>
                                 <lg>
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                                    <l xml:id="tg830.3.20">Im Garten ist ein Weiher,</l>
                                    <l xml:id="tg830.3.21">Darin sind Fisch';</l>
                                    <l xml:id="tg830.3.22">Die hören auch das Geleier</l>
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                                    <l xml:id="tg830.3.24">Und tanzen frisch.</l>
                                    <l xml:id="tg830.3.25">Der Spielmann fiedelt vor dem Schloß,</l>
                                    <l xml:id="tg830.3.26">Die Bäum' und die Fische tanzen drauf los.</l>
                                    <l xml:id="tg830.3.27">Der Spielmann spricht: »'s ist noch nicht genug,</l>
                                    <l xml:id="tg830.3.28">Ich muß fiedeln noch einen Zug.«</l>
                                 </lg>
                                 <lg>
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                                    <l xml:id="tg830.3.30">Im Schlosse drin sind Mäuse,</l>
                                    <l xml:id="tg830.3.31">Der Spielmann spielt auf,</l>
                                    <l xml:id="tg830.3.32">Die Mäuse hören leise,</l>
                                    <l xml:id="tg830.3.33">Sie wachen auf.</l>
                                    <l xml:id="tg830.3.34">Der Spielmann fiedelt vor dem Schloß;</l>
                                    <l xml:id="tg830.3.35">Bäume, Fisch' und Mäuse tanzen drauf los.</l>
                                    <l xml:id="tg830.3.36">Der Spielmann spricht: »'s ist noch nicht genug,</l>
                                    <l xml:id="tg830.3.37">Ich muß fiedeln noch einen Zug.«</l>
                                 </lg>
                                 <lg>
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                                    <l xml:id="tg830.3.39">Im Schloß sind Tisch' und Bänke,</l>
                                    <l xml:id="tg830.3.40">Die werden wach,</l>
                                    <l xml:id="tg830.3.41">Sie kommen aus dem Gelenke</l>
                                    <l xml:id="tg830.3.42">Und tanzen nach.</l>
                                    <l xml:id="tg830.3.43">Der Spielmann fiedelt vor dem Schloß;</l>
                                    <l xml:id="tg830.3.44">Bäume, Fische, Mäuse, Bänke tanzen drauf los.</l>
                                    <l xml:id="tg830.3.45">Der Spielmann spricht: »'s ist noch nicht genug,</l>
                                    <l xml:id="tg830.3.46">Ich muß fiedeln noch einen Zug.«</l>
                                 </lg>
                                 <lg>
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                                    <l xml:id="tg830.3.48">Sind denn keine Menschen vorhanden?</l>
                                    <l xml:id="tg830.3.49">Der Spielmann spricht:</l>
                                    <l xml:id="tg830.3.50">»Ich spiele mich schier zu schanden,</l>
                                    <l xml:id="tg830.3.51">Sie hören nicht.</l>
                                    <l xml:id="tg830.3.52">Bäume, Fische, Mäuse, Bänke tanzen drauf los;</l>
                                    <l xml:id="tg830.3.53">Wollen die Menschen nicht aus dem Schloß?«</l>
                                    <l xml:id="tg830.3.54">Der Spielmann spricht: »'s ist noch nicht genug,</l>
                                    <l xml:id="tg830.3.55">Ich muß fiedeln noch einen Zug.«</l>
                                 </lg>
                                 <lg>
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                                    <l xml:id="tg830.3.57">Da wird das Schloß auf einmal ganz</l>
                                    <l xml:id="tg830.3.58">Lebendig,</l>
                                    <l xml:id="tg830.3.59">Es stellt sich auf die Spitz' und tanzt</l>
                                    <l xml:id="tg830.3.60">Unbändig.</l>
                                    <l xml:id="tg830.3.61">Der Spielmann spielt, es tanzt das Schloß,</l>
                                    <l xml:id="tg830.3.62">Die Menschen schlafen noch immer drauf los.</l>
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                                    <l xml:id="tg830.3.64">Der Spielmann spricht: »'s ist noch nicht genug,</l>
                                    <l xml:id="tg830.3.65">Ich muß fiedeln noch einen Zug.«</l>
                                 </lg>
                                 <lg>
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                                    <l xml:id="tg830.3.67">Da tanzt das Schloß bis in Stücken es geht</l>
                                    <l xml:id="tg830.3.68">Mit Krachen;</l>
                                    <l xml:id="tg830.3.69">Nun hören es endlich die Menschen im Bett</l>
                                    <l xml:id="tg830.3.70">Und erwachen;</l>
                                    <l xml:id="tg830.3.71">Sie hören den Spielmann spielen vorm Schloß</l>
                                    <l xml:id="tg830.3.72">Und tanzen nun auch mit dem andern Troß.</l>
                                    <l xml:id="tg830.3.73">Der Spielmann spricht: »Nun ist es genug;</l>
                                    <l xml:id="tg830.3.74">Doch will ich fiedeln noch einen Zug.«</l>
                                 </lg>
                                 <lg>
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                                    <l xml:id="tg830.3.76">Warum denn noch einen?</l>
                                    <l xml:id="tg830.3.77">Wegen des Männleins in der Gans.</l>
                                    <l xml:id="tg830.3.78">Muß das auch an den Tanz?</l>
                                    <l xml:id="tg830.3.79">Wird gleich erscheinen.</l>
                                 </lg>
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