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            <title>Das Männlein in der Gans</title>
         </titleStmt>
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            <idno type="handle">hdl:11858/00-1734-0000-0004-A2CC-9</idno><idno type="TextGridUri">textgrid:tj7n.0</idno><availability>
               
               <p> Der annotierte Datenbestand der Digitalen Bibliothek inklusive Metadaten sowie
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               </p>
               <p>
                  <ref target="http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/de/"> Eine vereinfachte
                                   Zusammenfassung des rechtsverbindlichen Lizenzvertrages in
                                   allgemeinverständlicher Sprache </ref>
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                  <ref target="http://www.textgrid.de/Digitale-Bibliothek">Hinweise zur Lizenz und zur Digitalen Bibliothek</ref>
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                  <title>Friedrich Rückert: Werke, Herausgegeben von Georg Ellinger, Band 1 u. 2, Leipzig und Wien: Bibliographisches Institut, [1897].</title>
                  <author>Rückert, Friedrich</author>
               </titleStmt>
               <extent>285-</extent>
               <publicationStmt>
                  <date when="1897"/>
                  <pubPlace>Leipzig und Wien</pubPlace>
               </publicationStmt>
            </biblFull>
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                                 <head type="h4" xml:id="tg831.3.1">Das Männlein in der Gans</head>

                                 <lg>
                                    <l xml:id="tg831.3.2">Das Männlein ging spazieren einmal</l>
                                    <l xml:id="tg831.3.3">Auf dem Dach, ei seht doch!</l>
                                    <l xml:id="tg831.3.4">Das Männlein ist hurtig, das Dach ist schmal,</l>
                                    <l xml:id="tg831.3.5">Gib acht, es fällt noch.</l>
                                    <l xml:id="tg831.3.6">Eh' sich's versieht, fällt's vom Dach herunter</l>
                                    <l xml:id="tg831.3.7">Und bricht den Hals nicht, das ist ein Wunder.</l>
                                 </lg>
                                 <lg>
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                                    <l xml:id="tg831.3.9">Unter dem Dach steht ein Wasserzuber,</l>
                                    <l xml:id="tg831.3.10">Hineinfällt's nicht schlecht;</l>
                                    <l xml:id="tg831.3.11">Da wird es naß über und über,</l>
                                    <l xml:id="tg831.3.12">Ei, das geschieht ihm recht.</l>
                                    <l xml:id="tg831.3.13">Da kommt die Gans gelaufen,</l>
                                    <l xml:id="tg831.3.14">Die wird's Männlein saufen.</l>
                                 </lg>
                                 <lg>
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                                    <l xml:id="tg831.3.16">Die Gans hat's Männlein 'nuntergeschluckt,</l>
                                    <l xml:id="tg831.3.17">Sie hat einen guten Magen;</l>
                                    <l xml:id="tg831.3.18">Aber das Männlein hat sie doch gedruckt,</l>
                                    <l xml:id="tg831.3.19">Das wollt' ich sagen.</l>
                                    <l xml:id="tg831.3.20">Da schreit die Gans ganz jämmerlich;</l>
                                    <l xml:id="tg831.3.21">Das ist der Köchin ärgerlich.</l>
                                 </lg>
                                 <lg>
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                                    <l xml:id="tg831.3.24">Die Köchin wetzt das Messer,</l>
                                    <l xml:id="tg831.3.25">Sonst schneidt's ja nicht:</l>
                                    <l xml:id="tg831.3.26">Die Gans schreit so, es ist nicht besser,</l>
                                    <l xml:id="tg831.3.27">Als daß man sie sticht;</l>
                                    <l xml:id="tg831.3.28">Wir wollen sie nehmen und schlachten</l>
                                    <l xml:id="tg831.3.29">Zum Braten auf Weihnachten.</l>
                                 </lg>
                                 <lg>
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                                    <l xml:id="tg831.3.31">Sie rupft die Gans und nimmt sie aus</l>
                                    <l xml:id="tg831.3.32">Und brät sie,</l>
                                    <l xml:id="tg831.3.33">Aber das Männlein darf nicht 'raus,</l>
                                    <l xml:id="tg831.3.34">Versteht sich.</l>
                                    <l xml:id="tg831.3.35">Die Gans wird eben gebraten;</l>
                                    <l xml:id="tg831.3.36">Was kann's dem Männlein schaden?</l>
                                 </lg>
                                 <lg>
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                                    <l xml:id="tg831.3.38">Weihnachten kommt die Gans auf den Tisch</l>
                                    <l xml:id="tg831.3.39">Im Pfännlein;</l>
                                    <l xml:id="tg831.3.40">Der Vater thut sie 'raus und zerschneid't sie frisch.</l>
                                    <l xml:id="tg831.3.41">Und das Männlein?</l>
                                    <l xml:id="tg831.3.42">Wie die Gans ist zerschnitten,</l>
                                    <l xml:id="tg831.3.43">Kriecht's Männlein aus der Mitten.</l>
                                 </lg>
                                 <lg>
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                                    <l xml:id="tg831.3.45">Da springt der Vater vom Tisch auf,</l>
                                    <l xml:id="tg831.3.46">Da wird der Stuhl leer;</l>
                                    <l xml:id="tg831.3.47">Da setzt das Männlein sich drauf</l>
                                    <l xml:id="tg831.3.48">Und macht sich über die Gans her.</l>
                                    <l xml:id="tg831.3.49">Es sagt: »Du hast mich gefressen,</l>
                                    <l xml:id="tg831.3.50">Jetzt will ich dafür dich essen.«</l>
                                 </lg>
                                 <lg>
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                                    <l xml:id="tg831.3.52">Da ißt das Männlein gewaltig drauf los,</l>
                                    <l xml:id="tg831.3.53">Als wären's seiner sieben;</l>
                                    <l xml:id="tg831.3.54">Da essen wir alle dem Männlein zum Trotz,</l>
                                    <l xml:id="tg831.3.55">Da ist nichts übergeblieben</l>
                                    <l xml:id="tg831.3.56">Von der ganzen Gans, als ein Tätzlein,</l>
                                    <l xml:id="tg831.3.57">Das kriegen dort hinten die Kätzlein.</l>
                                 </lg>
                                 <lg>
                                    <lb xml:id="tg831.3.58"/>
                                    <l xml:id="tg831.3.59">Nichts kriegt die Maus,</l>
                                    <l xml:id="tg831.3.60">Das Märlein ist aus.</l>
                                    <l xml:id="tg831.3.61">Was ist denn das?</l>
                                    <l xml:id="tg831.3.62">Ein Weihnachts-Spaß;</l>
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                                    <l xml:id="tg831.3.64">Aufs Neujahr lernst</l>
                                    <l xml:id="tg831.3.65">Du, was?</l>
                                    <l xml:id="tg831.3.66">Den Ernst.</l>
                                 </lg>
                              </div>
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