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            <title>[Ihr zwei unglücksel'ge Folianten]</title>
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            <idno type="handle">hdl:11858/00-1734-0000-0004-A05B-A</idno><idno type="TextGridUri">textgrid:thh6.0</idno><availability>
               
               <p> Der annotierte Datenbestand der Digitalen Bibliothek inklusive Metadaten sowie
                                   davon einzeln zugängliche Teile sind eine Abwandlung des Datenbestandes von
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               <p>
                  <ref target="http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/de/legalcode">Lizenzvertrag</ref>
               </p>
               <p>
                  <ref target="http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/de/"> Eine vereinfachte
                                   Zusammenfassung des rechtsverbindlichen Lizenzvertrages in
                                   allgemeinverständlicher Sprache </ref>
               </p>
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                  <ref target="http://www.textgrid.de/Digitale-Bibliothek">Hinweise zur Lizenz und zur Digitalen Bibliothek</ref>
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                  <title>Friedrich Rückert: Kindertodtenlieder aus seinem Nachlasse, Frankfurt a.M.: Sauerländer, 1872.</title>
                  <author>Rückert, Friedrich</author>
               </titleStmt>
               <extent>264-</extent>
               <publicationStmt>
                  <date when="1872"/>
                  <pubPlace>Frankfurt a.M.</pubPlace>
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                                 <lg>
                                    <l xml:id="tg271.3.3">Ihr zwei unglücksel'ge Folianten,</l>
                                    <l xml:id="tg271.3.4">Kehrt zurück zu eueren Verwandten,</l>
                                    <l xml:id="tg271.3.5">In der dunklen Kammer, den Verbannten!</l>
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                                    <l xml:id="tg271.3.7">Ihr von allen aus dem staub'gen Neste</l>
                                    <l xml:id="tg271.3.8">Wart hervorgeholt als stumme Gäste</l>
                                    <l xml:id="tg271.3.9">Beizuwohnen dem Familienfeste.</l>
                                 </lg>
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                                    <l xml:id="tg271.3.11">Wenn am Tisch die größern Kleinen saßen,</l>
                                    <l xml:id="tg271.3.12">Deren Glieder lang genug schon maßen,</l>
                                    <l xml:id="tg271.3.13">Fertig zu handhaben, was sie aßen;</l>
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                                    <l xml:id="tg271.3.15">Waren zwei zu klein noch für die Stühle,</l>
                                    <l xml:id="tg271.3.16">Und bedurften Untersätz' und Pfühle,</l>
                                    <l xml:id="tg271.3.17">Daß in Gang käm' ihres Mundwerks Mühte.</l>
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                                    <l xml:id="tg271.3.19">Und ihr beiden mit dem breiten Witze</l>
                                    <l xml:id="tg271.3.20">Dientet ihnen zu erhöhn die Sitze:</l>
                                    <l xml:id="tg271.3.21">Das war euerer Bestimmung Spitze.</l>
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                                    <l xml:id="tg271.3.23">Und ihr habt mit weislicher Anstaltung,</l>
                                    <l xml:id="tg271.3.24">Ohne eurer Weisheitschätz' Entfaltung,</l>
                                    <l xml:id="tg271.3.25">Beigetragen so zur Unterhaltung.</l>
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                                    <l xml:id="tg271.3.27">Euch bezeug' ich's, daß ihr euch verhieltet</l>
                                    <l xml:id="tg271.3.28">Treu und brav im Dienst, den ihr erhieltet,</l>
                                    <l xml:id="tg271.3.29">Still und fest euch ihnen unterhieltet.</l>
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                                    <l xml:id="tg271.3.32">Nicht durch eure Schuld sind sie gefallen,</l>
                                    <l xml:id="tg271.3.33">Sondern weil es dem hat wohlgefallen,</l>
                                    <l xml:id="tg271.3.34">Der gewollt, uns sollte Weh befallen.</l>
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                                    <l xml:id="tg271.3.36">Doch um euer Amt ist's hier geschehen,</l>
                                    <l xml:id="tg271.3.37">Nicht vor Augen kann ich mehr euch sehen</l>
                                    <l xml:id="tg271.3.38">Auf den Stühlen, die uns leer nun stehen.</l>
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                                    <l xml:id="tg271.3.40">Geht hinweg mit zugeklappter Klammer,</l>
                                    <l xml:id="tg271.3.41">Euern Brüdern in der dunklen Kammer</l>
                                    <l xml:id="tg271.3.42">Anzusagen unsers Hauses Jammer!</l>
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