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            <title>241. Ulrichstein</title>
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               <p> Der annotierte Datenbestand der Digitalen Bibliothek inklusive Metadaten sowie
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                  <title>Karl Lyncker: Deutsche Sagen und Sitten in hessischen Gauen. Kassel: Verlag von Oswald Bertram, 1854.</title>
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                              <head type="h4" xml:id="tg247.2.1">241. Ulrichstein.</head>

                              <p xml:id="tg247.2.2">Das Schloß Ulrichstein wird von dem Volke Mühlstein (früher Molesstein) genannt. Die Sage erzählt, daß ein Graf, der weit von hier seinen Sitz gehabt habe, der Begründer von Ulrichstein gewesen. Um das zum Bau nöthige Geld von seiner Mutter zu erhalten, überredete er dieselbe, daß er eine Kirche erbauen wollte. Aber die Mutter hatte Verdacht in seinen Versicherungen gefunden, und faßte den Entschluß, sich durch den Augenschein zu überzeugen. So kam sie heimlich, den Sohn überraschend, hier an, und fand außer der Kirche ein beinahe vollendetes Schloß. Als sie nun der Graf, ihr seine Bauten zu zeigen, umher führte, rief sie voll Verwunderung: O, Ullrich, was Steine! und der Sohn antwortete: Moles Stein! Davon hat das Schloß seine zwiefache Benennung erhalten. Später trieben die Besitzer Räubereien und legten den Pferden die Hufeisen verkehrt auf, um die Verfolger zu trügen. Da zog aber der Landgraf von Hessen gegen sie aus, verjagte sie von der Burg und zerstörte dieselbe.</p>
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                                       <hi rend="spaced" xml:id="tg247.2.4.1.1">Landau</hi> hess. Ritterb. IV., 111.</seg>
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