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            <title>142. Die niesende Jungfrau</title>
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               <p> Der annotierte Datenbestand der Digitalen Bibliothek inklusive Metadaten sowie
                                   davon einzeln zugängliche Teile sind eine Abwandlung des Datenbestandes von
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                  <title>Karl Lyncker: Deutsche Sagen und Sitten in hessischen Gauen. Kassel: Verlag von Oswald Bertram, 1854.</title>
                  <author key="pnd:139259066">Lyncker, Karl</author>
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142. Die niesende Jungfrau.</head>

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                                    <seg rend="zenoTXFontsize80" xml:id="tg148.2.2.1">Andere Sage.</seg>
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                              <p xml:id="tg148.2.4">Unweit Gudensberg, dicht an der Straße, welche nach Kassel führt, erhebt sich ein hoher nackter Basaltfelsen, der Scharfenstein, von welchem schon oben erzählt worden, daß ihn ein Riese im Zorne dahingeschleudert habe. In diesem Felsen liegen kostbare Schätze verborgen und eine schöne weiße Jungfrau mit langem goldnen Haar sitzt darin und harrt ihrer Erlösung. Alle 7 Jahr, an einem bestimmten Tage, gewinnt sie Leben und verläßt das dunkle Grab des Felsens, um an das Licht des Tages zu treten; da nieset sie siebenmal und wer ihr siebenmal ein »Gott helf'!« zuruft, der hat nicht nur die Jungfrau vom Banne befreit, sondern er hat auch all den Reichthum gewonnen, den der Scharfenstein in seinem Schooße birgt. – Einst hörte ein Fuhrmann das Niesen und rief sechsmal sein »Gott helf'!«, als er aber beim siebenten Mal sich gefoppt glaubte und ärgerlich einen Fluch ausstieß, verschwand die Jungfrau.</p>
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                                       <hi rend="spaced" xml:id="tg148.2.6.1.1">Landau</hi> in der Zeitschrift für hess. Gesch., I., 354. – Mündlich.</seg>
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