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            <title>360. [Da wo jetzt der Dilsgraben ist, hat ehemals ein Schloß gestanden]</title>
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               <p> Der annotierte Datenbestand der Digitalen Bibliothek inklusive Metadaten sowie
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                  <title>Adalbert Kuhn: Sagen, Gebräuche und Märchen aus Westfalen und einigen andern, besonders den angrenzenden Gegenden Norddeutschlands 1–2. Band 1, Leipzig: Brockhaus, 1859.</title>
                  <author key="pnd:116601825">Kuhn, Adalbert</author>
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                                       <p xml:id="tg1917.2.2">Ein alter sechsundsiebzigjähriger Bauer aus Harig erzählte: Da wo jetzt der Dilsgraben ist, hat ehemals ein Schloß gestanden: der Hahn hat einst gekräht, es werde untergehen und das hat auch nicht lange gedauert, da ist es so geschehen; das Schloß ist mit Mann und Maus untergegangen, und nur ein einziges Mädchen, welches man gerade vom Schloße nach Bockeln geschickt hatte, um Einkäufe zu machen, ist mit dem Leben davongekommen. – Der Dilsgraben, sagte derselbe, habe seinen Namen davon, daß das Schloß dort <hi rend="italic" xml:id="tg1917.2.2.1">»te dille gån is«</hi> d.h. <hi rend="italic" xml:id="tg1917.2.2.2">dål,</hi> zu Thal oder untergegangen ist; er fügte auch hinzu, man habe immer gesagt »der Hahn hat's untergekräht«.</p>
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                                             <seg rend="zenoTXFontsize80" xml:id="tg1917.2.4.1">Vgl. unten Nr. 372, 412; Norddeutsche Sagen, Nr. 178-180 mit der Anm.; über den Hahn vgl. Panzer, Beiträge, I, 286, 309. Der buddhistische erste Patriarch Mahâkâçyapas sitzt in dem Berge Kukkutapâda (Hahnenfuß) verzaubert; Spiegel, Zeitschrift der Deutschen morgenl. Gesellschaft, III, 467.</seg>
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