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            <title>Unsre Sprache</title>
         </titleStmt>
         <publicationStmt>
            <idno type="handle">hdl:11858/00-1734-0000-0003-B4A0-4</idno><idno type="TextGridUri">textgrid:r1pj.0</idno><availability>
               
               <p> Der annotierte Datenbestand der Digitalen Bibliothek inklusive Metadaten sowie
                                   davon einzeln zugängliche Teile sind eine Abwandlung des Datenbestandes von
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               <p>
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               </p>
               <p>
                  <ref target="http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/de/"> Eine vereinfachte
                                   Zusammenfassung des rechtsverbindlichen Lizenzvertrages in
                                   allgemeinverständlicher Sprache </ref>
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                  <ref target="http://www.textgrid.de/Digitale-Bibliothek">Hinweise zur Lizenz und zur Digitalen Bibliothek</ref>
               </p>
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            <note>
                                 Entstanden 1767. Erstdruck in: Oden, Hamburg (J.J. Christoph Bode) 1771.
                              </note>
         </notesStmt>
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            <biblFull>
               <titleStmt>
                  <title>Friedrich Gottlieb Klopstock: Oden, Band 1–2, Leipzig: Göschen, 1798.</title>
                  <author key="pnd:118563386">Klopstock, Friedrich Gottlieb</author>
               </titleStmt>
               <extent>269-</extent>
               <publicationStmt>
                  <date when="1798"/>
                  <pubPlace>Leipzig</pubPlace>
               </publicationStmt>
            </biblFull>
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Unsre Sprache</head>

                              <lg>
                                 <l xml:id="tg88.3.2">An der Höhe, wo der Quell der Barden in das Thal</l>
                                 <l xml:id="tg88.3.3">Sein fliegendes Getöne, mit Silber bewölkt,</l>
                                 <l xml:id="tg88.3.4">Stürzet, da erblickt' ich, zeug' es, Hain!</l>
                                 <l xml:id="tg88.3.5">Die Göttin! sie kam zu dem Sterblichen herab!</l>
                              </lg>
                              <lg>
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                                 <l xml:id="tg88.3.7">Und mit Hoheit in der Mine stand sie! und ich sah</l>
                                 <l xml:id="tg88.3.8">Die Geister um sie her, die den Liedern entlockt</l>
                                 <l xml:id="tg88.3.9">Täuschen, ihr Gebild. Die Wurdi's Dolch</l>
                                 <l xml:id="tg88.3.10">Unschuldige traf, die begleiteten sie fern,</l>
                              </lg>
                              <lg>
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                                 <l xml:id="tg88.3.12">Wie in Dämrung; und die Skulda's mächtigerer Stab</l>
                                 <l xml:id="tg88.3.13">Errettete, die schwebten umher in Triumph,</l>
                                 <l xml:id="tg88.3.14">Schimmernd, um die Göttin, hatten stolz</l>
                                 <l xml:id="tg88.3.15">Mit Laube der Eiche die Schläfe sich bekränzt!</l>
                              </lg>
                              <lg>
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                                 <l xml:id="tg88.3.18">Den Gedanken, die Empfindung, treffend, und mit Kraft,</l>
                                 <l xml:id="tg88.3.19">Mit Wendungen der Kühnheit, zu sagen! das ist,</l>
                                 <l xml:id="tg88.3.20">Sprache des Thuiskon, Göttin, dir,</l>
                                 <l xml:id="tg88.3.21">Wie unseren Helden Eroberung, ein Spiel!</l>
                              </lg>
                              <lg>
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                                 <l xml:id="tg88.3.23">O Begeistrung! Sie erhebt sich! Feurigeres Blicks</l>
                                 <l xml:id="tg88.3.24">Ergiesset sich ihr Auge, die Seel' in der Glut!</l>
                                 <l xml:id="tg88.3.25">Ströme! denn du schonest dess umsonst,</l>
                                 <l xml:id="tg88.3.26">Der, leer des Gefühls, den Gedanken nicht erreicht!</l>
                              </lg>
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                                 <l xml:id="tg88.3.28">Wie sie herschwebt an des Quells Fall! Mächtiges Getön,</l>
                                 <l xml:id="tg88.3.29">Wie Rauschen im Beginne des Walds ist ihr Schwung!</l>
                                 <l xml:id="tg88.3.30">Draussen um die Felsen braust der Sturm!</l>
                                 <l xml:id="tg88.3.31">Gern höret der Wandrer das Rauschen in dem Wald!</l>
                              </lg>
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                                 <l xml:id="tg88.3.33">Wie sie schwebet an der Quelle! Sanfteres Getön,</l>
                                 <l xml:id="tg88.3.34">Wie Wehen in dem tieferen Wald' ist ihr Schwung.</l>
                                 <l xml:id="tg88.3.35">Draussen um die Felsen braust der Sturm!</l>
                                 <l xml:id="tg88.3.36">Gern höret im Walde der Wanderer das Wehn.</l>
                              </lg>
                              <lg>
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                                 <l xml:id="tg88.3.38">Die der Fremdling nicht entweiht, (Teutonien erlag</l>
                                 <l xml:id="tg88.3.39">Nur Siegen, unerobert!) o freyere, dich</l>
                                 <l xml:id="tg88.3.40">Wagte der geschreckten Fessel nicht</l>
                                 <l xml:id="tg88.3.41">Zu fesseln! Die Adler entflogen, und du bliebst,</l>
                              </lg>
                              <lg>
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                                 <l xml:id="tg88.3.44">Die du warest! An dem Rhodan klirret sie noch laut</l>
                                 <l xml:id="tg88.3.45">Die Kette des Eroberers! laut am Ibeer!</l>
                                 <l xml:id="tg88.3.46">Also, o Britanne, schalt dir noch</l>
                                 <l xml:id="tg88.3.47">Der Angel und Sachse mit herschendem Geklirr!</l>
                              </lg>
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                                 <l xml:id="tg88.3.49">So bezwang nicht an des Rheins Strom Romulus Geschlecht!</l>
                                 <l xml:id="tg88.3.50">Entscheidungen, Vergeltungen sprachen wir aus,</l>
                                 <l xml:id="tg88.3.51">Rache, mit des Deutschen Schwert, und Wort!</l>
                                 <l xml:id="tg88.3.52">Die Kette verstumte mit Varus in dem Blut!</l>
                              </lg>
                              <lg>
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                                 <l xml:id="tg88.3.54">Die dich damals mit erhielten, Sprache, da im Forst</l>
                                 <l xml:id="tg88.3.55">Der Weser die Erobererkette versank,</l>
                                 <l xml:id="tg88.3.56">Schweigend in der Legionen Blut</l>
                                 <l xml:id="tg88.3.57">Versank, sie umhüllt die Vergessenheit mit Nacht!</l>
                              </lg>
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                                 <l xml:id="tg88.3.59">Ah die Geister der Bardiete, welche sie zur Schlacht</l>
                                 <l xml:id="tg88.3.60">Ertöneten dem zürnenden Vaterlandsheer,</l>
                                 <l xml:id="tg88.3.61">Folgen mit der Todeswunde dir!</l>
                                 <l xml:id="tg88.3.62">Ha Norne, dein Dolch! Wirst auch diesen, so sie klagt</l>
                              </lg>
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                                 <l xml:id="tg88.3.64">Die vertilgten, du vertilgen? Bilder des Gesangs!</l>
                                 <l xml:id="tg88.3.65">Ihr Geister! ich beschwör' euch, ihr Genien! lehrt,</l>
                                 <l xml:id="tg88.3.66">Führet mich den steilen kühnen Gang</l>
                                 <l xml:id="tg88.3.67">Des Haines, die Bahn der Unsterblichkeit hinauf!</l>
                              </lg>
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                                 <l xml:id="tg88.3.70">Die Vergessenheit umhüllt', o Ossian, auch dich!</l>
                                 <l xml:id="tg88.3.71">Dich huben sie hervor, und du stehest nun da!</l>
                                 <l xml:id="tg88.3.72">Gleichest dich dem Griechen! trotzest ihm!</l>
                                 <l xml:id="tg88.3.73">Und fragst, ob wie du er entflamme den Gesang?</l>
                              </lg>
                              <lg>
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                                 <l xml:id="tg88.3.75">Voll Gedanken auf der Stirne höret' ihn Apoll,</l>
                                 <l xml:id="tg88.3.76">Und sprach nicht! und gelehnt auf die Harfe Walhalls</l>
                                 <l xml:id="tg88.3.77">Stellt sich vor Apollo Bragor hin,</l>
                                 <l xml:id="tg88.3.78">Und lächelt, und schweiget, und zürnet nicht auf ihn.</l>
                              </lg>
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