<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<TEI xmlns:jxb="http://java.sun.com/xml/ns/jaxb" xmlns:tei="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xmlns:xsi="http://www.w3.org/2001/XMLSchema-instance" xmlns:tns="http://textgrid.info/namespaces/metadata/core/2010" xmlns:tgl="http://textgrid.info/namespaces/metadata/language/2010" xmlns:tgs="http://textgrid.info/namespaces/metadata/script/2010" xmlns:tgr="http://textgrid.info/namespaces/metadata/agent/2010" xml:id="tg88" n="/Literatur/M/Günther, Johann Christian/Gedichte/Gedichte/Liebesgedichte und Studentenlieder/Leonore .../Auf die Verstellung derer Frauenzimmer">
   <teiHeader xmlns:fn="http://www.w3.org/2005/xpath-functions" xmlns:xi="http://www.w3.org/2001/XInclude" xmlns:a="http://www.textgrid.info/namespace/digibib/authors">
      <fileDesc>
         <titleStmt>
            <title>Auf die Verstellung derer Frauenzimmer</title>
         </titleStmt>
         <publicationStmt>
            <idno type="handle">hdl:11858/00-1734-0000-0003-24CA-0</idno><idno type="TextGridUri">textgrid:pcf2.0</idno><availability>
               
               <p> Der annotierte Datenbestand der Digitalen Bibliothek inklusive Metadaten sowie
                                   davon einzeln zugängliche Teile sind eine Abwandlung des Datenbestandes von
                                   www.editura.de durch TextGrid und werden unter der Lizenz Creative Commons
                                   Namensnennung 3.0 Deutschland Lizenz (by-Nennung TextGrid) veröffentlicht. Die
                                   Lizenz bezieht sich nicht auf die der Annotation zu Grunde liegenden
                                   allgemeinfreien Texte (Siehe auch Punkt 2 der Lizenzbestimmungen). </p>
               <p>
                  <ref target="http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/de/legalcode">Lizenzvertrag</ref>
               </p>
               <p>
                  <ref target="http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/de/"> Eine vereinfachte
                                   Zusammenfassung des rechtsverbindlichen Lizenzvertrages in
                                   allgemeinverständlicher Sprache </ref>
               </p>
               <p>
                  <ref target="http://www.textgrid.de/Digitale-Bibliothek">Hinweise zur Lizenz und zur Digitalen Bibliothek</ref>
               </p>
            </availability>
         </publicationStmt>
         <sourceDesc>
            <biblFull>
               <titleStmt>
                  <title>Johann Christian Günther: Sämtliche Werke. Historisch-kritische Gesamtausgabe, Herausgegeben von W. Krämer, 6 Bände, Band 1, Leipzig: Karl Hiersemann, 1930.</title>
                  <author key="pnd:11854327X">Günther, Johann Christian</author>
               </titleStmt>
               <extent>145-</extent>
               <publicationStmt>
                  <date when="1930"/>
                  <pubPlace>Leipzig</pubPlace>
               </publicationStmt>
            </biblFull>
         </sourceDesc>
      </fileDesc>
      <profileDesc>
         <creation>
            <date notBefore="1695" notAfter="1723"/>
         </creation>
         <textClass>
            <keywords scheme="http://textgrid.info/namespaces/metadata/core/2010#genre">
               <term>verse</term>
            </keywords>
         </textClass>
      </profileDesc>
   </teiHeader>
                     <text>
                        <body>
                              
                                 
                              
                              
                              
                              <div type="text" xml:id="tg88.3">
                                 <div type="h4">
                                    <head type="h4" xml:id="tg88.3.1">
                                       <pb n="145" xml:id="tg88.3.1.1"/>
Auf die Verstellung derer Frauenzimmer</head>

                                    <lg>
                                       <l xml:id="tg88.3.2">Mägdgens, stellt euch nicht so spröde</l>
                                       <l xml:id="tg88.3.3">Und entflieht uns nicht so fern!</l>
                                       <l xml:id="tg88.3.4">Scheint gleich euer Antliz blöde,</l>
                                       <l xml:id="tg88.3.5">Hat es doch das Herze gern.</l>
                                       <l xml:id="tg88.3.6">Küst man euch, so heist es thalen;</l>
                                       <l xml:id="tg88.3.7">Ich versteh wohl, das sind Schalen,</l>
                                       <l xml:id="tg88.3.8">Darum wollt ihr nur den Kern.</l>
                                    </lg>
                                    <lg>
                                       <lb xml:id="tg88.3.9"/>
                                       <l xml:id="tg88.3.10">Wenn wir etwan Rosen brechen</l>
                                       <l xml:id="tg88.3.11">Und in Busen stehlen gehn,</l>
                                       <l xml:id="tg88.3.12">Wollt ihr flugs mit Nadeln stechen</l>
                                       <l xml:id="tg88.3.13">Und den Galgen gleich erhöhn;</l>
                                       <l xml:id="tg88.3.14">Ja, ihr flucht wohl um die Wette</l>
                                       <l xml:id="tg88.3.15">Und entlauft uns bis zum Bette,</l>
                                       <l xml:id="tg88.3.16">Nur damit wir schärfer stehn.</l>
                                    </lg>
                                    <lg>
                                       <lb xml:id="tg88.3.17"/>
                                       <l xml:id="tg88.3.18">Meint nicht, daß es niemand mercke,</l>
                                       <l xml:id="tg88.3.19">Wie es euch geheim verdreust,</l>
                                       <l xml:id="tg88.3.20">Wenn man zu dem süßen Wercke</l>
                                       <l xml:id="tg88.3.21">Gar zu fromm und christlich heist;</l>
                                       <l xml:id="tg88.3.22">Denn da könt ihr bey den Schwestern</l>
                                       <l xml:id="tg88.3.23">Deßen Einfalt gut verlästern,</l>
                                       <l xml:id="tg88.3.24">Der sich gar zu feig erweist.</l>
                                    </lg>
                                    <lg>
                                       <lb xml:id="tg88.3.25"/>
                                       <l xml:id="tg88.3.26">Wenn ihr uns den Mund entrücket,</l>
                                       <l xml:id="tg88.3.27">Wollt ihr nur gezwungen seyn,</l>
                                       <l xml:id="tg88.3.28">Wenn man den nun ernstlich drücket,</l>
                                       <l xml:id="tg88.3.29">Hört man keine Feuer schreyn.</l>
                                       <l xml:id="tg88.3.30">Kurz, ihr pfleget in dem Lieben</l>
                                       <l xml:id="tg88.3.31">Nie kein Waßer zu betrüben,</l>
                                       <l xml:id="tg88.3.32">Sondern plumpt mit uns hinein.</l>
                                    </lg>
                                 </div>
                              </div>
                           </body>
                     </text>
                  </TEI>
