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            <title>Ich rede von deinen Zeugnussen vor Königen </title>
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            <idno type="handle">hdl:11858/00-1734-0000-0002-E80F-7</idno><idno type="TextGridUri">textgrid:nn0p.0</idno><availability>
               
               <p> Der annotierte Datenbestand der Digitalen Bibliothek inklusive Metadaten sowie
                                   davon einzeln zugängliche Teile sind eine Abwandlung des Datenbestandes von
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               </p>
               <p>
                  <ref target="http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/de/"> Eine vereinfachte
                                   Zusammenfassung des rechtsverbindlichen Lizenzvertrages in
                                   allgemeinverständlicher Sprache </ref>
               </p>
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                  <ref target="http://www.textgrid.de/Digitale-Bibliothek">Hinweise zur Lizenz und zur Digitalen Bibliothek</ref>
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                  <title>Catharina Regina von Greiffenberg: Geistliche Sonnette / Lieder und Gedichte / zu Gottseeligem Zeitvertreib, Nürnberg: In Verlegung Michael Endters, 1662.</title>
                  <author key="pnd:118541978">Greiffenberg, Catharina Regina von</author>
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               <extent>207-</extent>
               <publicationStmt>
                  <date when="1662"/>
                  <pubPlace>Nürnberg</pubPlace>
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                                    <head type="h4" xml:id="tg225.2.1">Ich rede von deinen Zeugnussen vor Königen /und schäme mich nicht</head>

                                    <lg>
                                       <l xml:id="tg225.2.2">Solt man der Höchsten Ehr' und Weißheit sich auch schämen /</l>
                                       <l xml:id="tg225.2.3">welch ist des Herrn Wort? Ach nein! man soll sie frey</l>
                                       <l xml:id="tg225.2.4">bekennen wie daß sie des Lebens Leben sey:</l>
                                       <l xml:id="tg225.2.5">auf daß die andern sich zu ihrem Dienst bequämen.</l>
                                       <l xml:id="tg225.2.6">Will man hierüber auch uns Leib und Leben nehmen /</l>
                                       <l xml:id="tg225.2.7">schadt nicht: die Warheit steht uns todt und lebend bey.</l>
                                       <l xml:id="tg225.2.8">sie hat der Freudenblick so viel und mancherley /</l>
                                       <l xml:id="tg225.2.9">daß man mit jauchzen stirbt / stat daß man sich solt grämen.</l>
                                       <l xml:id="tg225.2.10">Der Warheit Klarheit scheint durch düstre Irthums-Nacht:</l>
                                       <l xml:id="tg225.2.11">Verführungs-Schatten muß von ihren Strahlen weichen:</l>
                                       <l xml:id="tg225.2.12">wer sie verderben will / wie jener Thor es macht /</l>
                                       <l xml:id="tg225.2.13">der mit ein wenig Erd die Sonne wolt verstreichen.</l>
                                       <l xml:id="tg225.2.14">Ihr Thoren! seht ihr nicht / das Sonn' und Warheit ist</l>
                                       <l xml:id="tg225.2.15">viel grösser / als die Erd' und aller Menschen List?</l>
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