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            <title>7. [Was Empedokles einst mich gelehrt, hier leg' ich es nieder]</title>
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            <idno type="handle">hdl:11858/00-1734-0000-0002-B88C-3</idno><idno type="TextGridUri">textgrid:n433.0</idno><availability>
               
               <p> Der annotierte Datenbestand der Digitalen Bibliothek inklusive Metadaten sowie
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               </p>
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                  <ref target="http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/de/"> Eine vereinfachte
                                   Zusammenfassung des rechtsverbindlichen Lizenzvertrages in
                                   allgemeinverständlicher Sprache </ref>
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                  <ref target="http://www.textgrid.de/Digitale-Bibliothek">Hinweise zur Lizenz und zur Digitalen Bibliothek</ref>
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                  <title>Emanuel Geibel: Werke, Herausgegeben von Wolfgang Stammler, Band 1 u. 2, Leipzig und Wien: Bibliographisches Institut, 1918.</title>
                  <author key="pnd:11853811X">Geibel, Emanuel</author>
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                  <pubPlace>Leipzig und Wien</pubPlace>
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                                    <l xml:id="tg1045.2.2">Was Empedokles einst mich gelehrt, hier leg' ich es nieder,</l>
                                    <l xml:id="tg1045.2.3">Wie ich's im eignen Gemüt häufig erwogen behielt:</l>
                                    <l xml:id="tg1045.2.4">Wandlung ist das Geheimnis der Welt. In steter Entfaltung</l>
                                    <l xml:id="tg1045.2.5">Unabsehlich gestuft bildet das Leben sich aus.</l>
                                    <l xml:id="tg1045.2.6">Unter den gröberen Stoffen gebunden zugleich und behütet</l>
                                    <l xml:id="tg1045.2.7">Dehnt sich der edlere Keim still zur Befreiung empor.</l>
                                    <l xml:id="tg1045.2.8">Also schläft in der Schale des Ei's das geflügelte Vöglein,</l>
                                    <l xml:id="tg1045.2.9">So in der Puppe Gehäus reift sich der Schmetterling aus.</l>
                                    <l xml:id="tg1045.2.10">Und so tragen auch wir umhüllt vom irdischen Körper</l>
                                    <l xml:id="tg1045.2.11">Schon im Innern den Keim eines veredelten Leibs,</l>
                                    <l xml:id="tg1045.2.12">Jenen ätherischen Strom, der, über die Nerven ergossen,</l>
                                    <l xml:id="tg1045.2.13">Flüssig, empfindlich und zart jegliches Glied uns durchdringt.</l>
                                    <l xml:id="tg1045.2.14">Dieser, sobald in den Staub die verwesliche Hülle zurücksinkt,</l>
                                    <l xml:id="tg1045.2.15">Strömt mit dem ewigen Teil von der erkaltenden aus,</l>
                                    <l xml:id="tg1045.2.16">Und nach außen gekehrt, zur Gestalt sich formend, umschließt er</l>
                                    <l xml:id="tg1045.2.17">Mit durchsichtigem Kleid leicht den unsterblichen Geist,</l>
                                    <l xml:id="tg1045.2.18">Körperlich zwar, doch zartesten Stoffs, unfaßlich dem Auge,</l>
                                    <l xml:id="tg1045.2.19">Nur im Schauder vielleicht noch von den Sinnen erkannt.</l>
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                                    <l xml:id="tg1045.2.21">Aber das Neue geleitet alsdann ein verborgener Ratschluß</l>
                                    <l xml:id="tg1045.2.22">Auf vielstufigem Pfad neuen Entfaltungen zu.</l>
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