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            <title>8. Auf eben selbiges unter eines Andern Namen</title>
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               <p> Der annotierte Datenbestand der Digitalen Bibliothek inklusive Metadaten sowie
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                  <ref target="http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/de/"> Eine vereinfachte
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                                   allgemeinverständlicher Sprache </ref>
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                  <ref target="http://www.textgrid.de/Digitale-Bibliothek">Hinweise zur Lizenz und zur Digitalen Bibliothek</ref>
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                  <title>Paul Fleming: Deutsche Gedichte, Herausgegeben von J. M. Lappenberg, Band 1 und 2, Stuttgart 1865.</title>
                  <author key="pnd:118533908">Fleming, Paul</author>
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                  <pubPlace>Stuttgart</pubPlace>
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                                    <head type="h4" xml:id="tg40.2.1">8. Auf eben selbiges unter eines Andern Namen</head>
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                                       <p rend="zenoPC" xml:id="tg40.2.2">1631 October 16.</p>
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                                    <lg>
                                       <l xml:id="tg40.2.4">Und ich auch, wertster Freund, wie muß ich doch beweinen</l>
                                       <l xml:id="tg40.2.5">mein allzufrühes Leid! Du Nützlichster der Meinen,</l>
                                       <l xml:id="tg40.2.6">stehst mir zu zeitlich ab; dein <hi rend="italic" xml:id="tg40.2.6.1">Fleming</hi> und dein Ich,</l>
                                       <l xml:id="tg40.2.7">wie seufzen wir doch gnung und trauren recht um dich,</l>
                                       <l xml:id="tg40.2.8">du brüderlicher noch, als Brüder sind zu nennen!</l>
                                       <l xml:id="tg40.2.9">Hat uns denn also bald ein Stiefblick können trennen,</l>
                                       <l xml:id="tg40.2.10">ein Stiefblick, den der Tod auf dich und uns gebracht,</l>
                                       <l xml:id="tg40.2.11">der dich zu einer Leich', uns Waisen hat gemacht?</l>
                                       <l xml:id="tg40.2.12">Wer wird uns ferner nun mit stiller Griffe Weisen,</l>
                                       <l xml:id="tg40.2.13">gelehrtem Unterricht, erfahrner Weisheit speisen</l>
                                       <l xml:id="tg40.2.14">und unser Lehrer sein? Wer wird uns nun forthin</l>
                                       <l xml:id="tg40.2.15">auf Äsculapens Hain' und grüne Hügel ziehn</l>
                                       <l xml:id="tg40.2.16">und uns der Parzen Haß, die guten Kräuter zeigen,</l>
                                       <l xml:id="tg40.2.17">was außer ihnen steht und innerlich zu eigen?</l>
                                       <l xml:id="tg40.2.18">Diß hast du vor getan, fort wird es nicht geschehn,</l>
                                       <l xml:id="tg40.2.19">nun wir dich ohne Seel' und Leben vor uns sehn</l>
                                       <l xml:id="tg40.2.20">auf deiner Bahre stehn. Wer hätte sollen denken,</l>
                                       <l xml:id="tg40.2.21">daß wir dich so geschwind' ins Schwere müsten senken</l>
                                       <l xml:id="tg40.2.22">und zusehn, daß so bald dein freundliches Gesicht'</l>
                                       <l xml:id="tg40.2.23">uns nicht mehr sehen solt' und geben Nacht vor Liecht?</l>
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                                       <l xml:id="tg40.2.25">Vor Alles ist nun Nichts. Wags einer nun und traue</l>
                                       <l xml:id="tg40.2.26">auf seinen frischen Leib! Wenn ich dich noch beschaue,</l>
                                       <l xml:id="tg40.2.27">zwar in Gedanken nur, so gläub' ich kaum gar bald,</l>
                                       <l xml:id="tg40.2.28">daß dich hätt' also schnell die äußerste Gewalt</l>
                                       <l xml:id="tg40.2.29">befallen und ins Grab zu Vielen stoßen können.</l>
                                       <l xml:id="tg40.2.30">Was fangen wir nun an, was sollen wir beginnen,</l>
                                       <l xml:id="tg40.2.31">wir, Deine noch wie vor, wir ewig Deine wir?</l>
                                       <l xml:id="tg40.2.32">Wer aber stellt sich uns, wie du getan hast, für?</l>
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