<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<TEI xmlns:jxb="http://java.sun.com/xml/ns/jaxb" xmlns:tei="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xmlns:xsi="http://www.w3.org/2001/XMLSchema-instance" xmlns:tns="http://textgrid.info/namespaces/metadata/core/2010" xmlns:tgl="http://textgrid.info/namespaces/metadata/language/2010" xmlns:tgs="http://textgrid.info/namespaces/metadata/script/2010" xmlns:tgr="http://textgrid.info/namespaces/metadata/agent/2010" xml:id="tg89" n="/Literatur/M/Fleming, Paul/Gedichte/Deutsche Gedichte/Poetische Wälder/4. Von Glückwünschungen/34. Im Namen dreier Schwestern">
   <teiHeader xmlns:fn="http://www.w3.org/2005/xpath-functions" xmlns:xi="http://www.w3.org/2001/XInclude" xmlns:a="http://www.textgrid.info/namespace/digibib/authors">
      <fileDesc>
         <titleStmt>
            <title>34. Im Namen dreier Schwestern</title>
         </titleStmt>
         <publicationStmt>
            <idno type="handle">hdl:11858/00-1734-0000-0002-AD47-5</idno><idno type="TextGridUri">textgrid:n0nn.0</idno><availability>
               
               <p> Der annotierte Datenbestand der Digitalen Bibliothek inklusive Metadaten sowie
                                   davon einzeln zugängliche Teile sind eine Abwandlung des Datenbestandes von
                                   www.editura.de durch TextGrid und werden unter der Lizenz Creative Commons
                                   Namensnennung 3.0 Deutschland Lizenz (by-Nennung TextGrid) veröffentlicht. Die
                                   Lizenz bezieht sich nicht auf die der Annotation zu Grunde liegenden
                                   allgemeinfreien Texte (Siehe auch Punkt 2 der Lizenzbestimmungen). </p>
               <p>
                  <ref target="http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/de/legalcode">Lizenzvertrag</ref>
               </p>
               <p>
                  <ref target="http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/de/"> Eine vereinfachte
                                   Zusammenfassung des rechtsverbindlichen Lizenzvertrages in
                                   allgemeinverständlicher Sprache </ref>
               </p>
               <p>
                  <ref target="http://www.textgrid.de/Digitale-Bibliothek">Hinweise zur Lizenz und zur Digitalen Bibliothek</ref>
               </p>
            </availability>
         </publicationStmt>
         <sourceDesc>
            <biblFull>
               <titleStmt>
                  <title>Paul Fleming: Deutsche Gedichte, Herausgegeben von J. M. Lappenberg, Band 1 und 2, Stuttgart 1865.</title>
                  <author key="pnd:118533908">Fleming, Paul</author>
               </titleStmt>
               <extent>149-</extent>
               <publicationStmt>
                  <date when="1865"/>
                  <pubPlace>Stuttgart</pubPlace>
               </publicationStmt>
            </biblFull>
         </sourceDesc>
      </fileDesc>
      <profileDesc>
         <creation>
            <date notBefore="1609" notAfter="1640"/>
         </creation>
         <textClass>
            <keywords scheme="http://textgrid.info/namespaces/metadata/core/2010#genre">
               <term>verse</term>
            </keywords>
         </textClass>
      </profileDesc>
   </teiHeader>
                     <text>
                        <body>
                              
                                 
                              
                              
                              <div type="text" xml:id="tg89.2">
                                 <div type="h4">
                                    <head type="h4" xml:id="tg89.2.1">34. Im Namen dreier Schwestern auf ihres Vatern (Heinrich Niehusen) Namenstag</head>
                                    <milestone unit="head_start"/>
                                       <p rend="zenoPC" xml:id="tg89.2.2">1635 Juli 12.</p>
                                    <milestone unit="head_end"/>
                                    <lb xml:id="tg89.2.3"/>
                                    <lg>
                                       <l xml:id="tg89.2.4">Zwar es gebührt die Zier der angenehmen Tage,</l>
                                       <l xml:id="tg89.2.5">daß man von lauter Lust und schönem Wesen sage,</l>
                                       <l xml:id="tg89.2.6">itzt, da das reiche Feld in voller Rose steht,</l>
                                       <l xml:id="tg89.2.7">und mit so mancher Frucht und Güte schwanger geht.</l>
                                       <l xml:id="tg89.2.8">Der Feldman hat schon itzt die Scheuren ausgeräumet,</l>
                                       <l xml:id="tg89.2.9">davon ihm Nacht und Tag und alle Stunden träumet,</l>
                                       <l xml:id="tg89.2.10">wie er die Sense schon hab' an das Korn gelegt,</l>
                                       <l xml:id="tg89.2.11">wie ers schon eingeführt. Der treue Gärtner hegt,</l>
                                       <l xml:id="tg89.2.12">was Baum und Erde giebt. Der Meier geht zur Auen,</l>
                                       <l xml:id="tg89.2.13">der Fischer in die See, die klugen Jäger schauen</l>
                                       <l xml:id="tg89.2.14">sich nach dem Wildwerk um. Das Dorf, das ist erfreut,</l>
                                       <l xml:id="tg89.2.15">die Stadt vertreibt mit Lust die angenehme Zeit.</l>
                                       <l xml:id="tg89.2.16">Diß alles gibt uns Fug und Anlaß gnung zu freuen:</l>
                                       <l xml:id="tg89.2.17">mehr aber eines noch, daß uns geliebten Dreien</l>
                                       <l xml:id="tg89.2.18">der fromme Himmel diß zur Gunst hat angetan,</l>
                                       <l xml:id="tg89.2.19">daß er in Fröligkeit uns lässet schauen an</l>
                                       <l xml:id="tg89.2.20">des lieben Vatern Tag. Was kan uns doch geschehen</l>
                                       <l xml:id="tg89.2.21">mehr Liebers als diß eins, daß wir den können sehen</l>
                                       <l xml:id="tg89.2.22">itzt seinen Tag begehn, der unsers Lebens Quell</l>
                                       <l xml:id="tg89.2.23">und Glückes Ursprung ist? Der Himmel ist ihm hell'</l>
                                       <pb n="149" xml:id="tg89.2.24"/>
                                       <l xml:id="tg89.2.25">und legt die Wolken hin. Kein Sturm, kein Blitz, kein Regen</l>
                                       <l xml:id="tg89.2.26">und was uns mehr betrübt, der ist ihm heut' entgegen.</l>
                                       <l xml:id="tg89.2.27">Der Höchste giebet selbst auch seinen Willen drein</l>
                                       <l xml:id="tg89.2.28">und heißet unsern Wundsch an ihm erfüllet sein.</l>
                                       <l xml:id="tg89.2.29">Seht, Vater, diesen Tag zu zehnmal zehen Malen</l>
                                       <l xml:id="tg89.2.30">so frölich, als wir itzt! Gott gieße seine Strahlen</l>
                                       <l xml:id="tg89.2.31">des Glückes auf euch aus! Weil Wasser in der See,</l>
                                       <l xml:id="tg89.2.32">weil Sternen in der Luft, in Wiesen süßer Klee,</l>
                                       <l xml:id="tg89.2.33">in Wäldern Bäume sind, so lange lebt vergnüget</l>
                                       <l xml:id="tg89.2.34">und seht, wie alles sich zu unserm Besten füget!</l>
                                       <l xml:id="tg89.2.35">So viel zieh' förderhin des Glückes bei euch ein,</l>
                                       <l xml:id="tg89.2.36">so viel der Schlingen hier an unserm Bande sein!</l>
                                    </lg>
                                    <lb xml:id="tg89.2.37"/>
                                 </div>
                              </div>
                           </body>
                     </text>
                  </TEI>
