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                                 <p xml:id="tg53.3.2">Da träumte ich von einem Weibeswesen, das ich nicht kannte, einem nie geseh'nen, oft geahnten, seltsam wirklichen. Wir lagen im Taumel der Einheit, und ich<pb n="48" xml:id="tg53.3.2.1"/>
 schaute dem Wesen in die Augen: bis hinab in die Seele. Und die Seele schien mir wie ein Buch, und in dem Buche las ich: Gattenliebe, Sinnlichkeit, – Mutterliebe, Keuschheit, – Menschenthum, Empfänglichkeit, – Wahrheitswille, Beharrlichkeit. Und es war, als ständen diese Eigenschaften vor mir auf zu seltsam wirklichen Gestalten, nie geseh'nen, oft geahnten Weibeswesen; die schlangen einen Reigen. Und obschon Alles voll Bewegung war in diesem Reigen innerlich, genoß ich schauend nur Eines: heitere Ruhe.</p>
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