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            <title>200. Gleichmäßigen Inhalts</title>
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               <p> Der annotierte Datenbestand der Digitalen Bibliothek inklusive Metadaten sowie
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                                   Zusammenfassung des rechtsverbindlichen Lizenzvertrages in
                                   allgemeinverständlicher Sprache </ref>
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                  <title>Angelus Silesius: Sämtliche poetische Werke in drei Bänden. Band 2, Herausgegeben und eingeleitet von Hans Ludwig Held, München: Hanser, 1952.</title>
                  <author key="pnd:118503111">Angelus Silesius</author>
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                  <pubPlace>München</pubPlace>
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                                       <l xml:id="tg209.2.3">Du schnöder Madensack, was bildest du dir ein?</l>
                                       <l xml:id="tg209.2.4">Meinst du denn, daß du wirst auf Erden ewig sein?</l>
                                       <l xml:id="tg209.2.5">Ach nein, betrüg dich nicht, du kannst nicht lange stehn</l>
                                       <l xml:id="tg209.2.6">Und mußt in kurzer Zeit mit Schmerzen untergehn.</l>
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                                       <l xml:id="tg209.2.9">Schau, alle Pracht und Ehr und alle Herrlichkeit,</l>
                                       <l xml:id="tg209.2.10">Die du auf Erden hast, ist nichts als Eitelkeit;</l>
                                       <l xml:id="tg209.2.11">Ist wie ein Rauch und Dampf und wie ein zartes Glas,</l>
                                       <l xml:id="tg209.2.12">Wie eine Wiesenblum und abgemeiet Gras.</l>
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                                       <l xml:id="tg209.2.15">Wie manche große Stadt, wie manches Königreich</l>
                                       <l xml:id="tg209.2.16">Wird einer Wüstenei und schlechtem Dörflein gleich!</l>
                                       <l xml:id="tg209.2.17">Wie oft hat man gesehn die Kaiser übel stehn</l>
                                       <l xml:id="tg209.2.18">Und große Könige mit Jammer untergehn.</l>
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                                       <l xml:id="tg209.2.21">Dein schönes Angesicht, dein roter Rosenmund</l>
                                       <l xml:id="tg209.2.22">Ist Augenblicks dahin, verstellt und ungesund.</l>
                                       <l xml:id="tg209.2.23">Dein grader starker Leib veraltet und nimmt ab,</l>
                                       <l xml:id="tg209.2.24">Verdorret und verkrummt und neiget sich ins Grab.</l>
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                                       <l xml:id="tg209.2.27">Dein Reichtum, Geld und Gut ist Asche, Staub und Spreu,</l>
                                       <l xml:id="tg209.2.28">Ein leichtes Federlein, ein abgedorrtes Heu.</l>
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                                       <l xml:id="tg209.2.30">Heut ist es noch bei dir, bald kommt ein kleiner Wind,</l>
                                       <l xml:id="tg209.2.31">Der wehet es so weit, daß man es nirgends findt.</l>
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                                       <l xml:id="tg209.2.34">So geht die Welt dahin mit ihrer Herrlichkeit,</l>
                                       <l xml:id="tg209.2.35">So, so besteht die Lust der schnöden Eitelkeit.</l>
                                       <l xml:id="tg209.2.36">So lange hält dies Eis, so lange liegt der Schnee</l>
                                       <l xml:id="tg209.2.37">Und folgt doch nichts darauf als Jammer, Angst und Weh.</l>
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                                       <l xml:id="tg209.2.40">Drum, schnöder Madensack, so bilde dir nicht ein,</l>
                                       <l xml:id="tg209.2.41">Daß du alleine wirst auf Erden ewig sein.</l>
                                       <l xml:id="tg209.2.42">Verschmäh die Eitelkeit, die Welt und all ihr Gut,</l>
                                       <l xml:id="tg209.2.43">Kasteie deinen Leib, brich deinen stolzen Mut.</l>
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                                       <l xml:id="tg209.2.46">Beschau die Ewigkeit, ach, ach wie lang ist sie!</l>
                                       <l xml:id="tg209.2.47">Bereite dich zum Tod, er folgt dir spät und früh.</l>
                                       <l xml:id="tg209.2.48">Tu Guts und bessre dich, auf daß du kannst bestehn,</l>
                                       <l xml:id="tg209.2.49">Wenn du sollst Rechnung tun und vors Gerichte gehn.</l>
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                                       <l xml:id="tg209.2.52">Erhebe dich zu Gott, wirf deinen ganzen Sinn</l>
                                       <l xml:id="tg209.2.53">Und alles, was du hast, auf ihn alleine hin.</l>
                                       <l xml:id="tg209.2.54">In ihn verliebe dich, um ihn sei keusch betrübt,</l>
                                       <l xml:id="tg209.2.55">Wie selig ist der Mensch, dem nichts als Gott beliebt. </l>
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