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            <title>4. Der gerechtfertigte Sünder</title>
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               <p> Der annotierte Datenbestand der Digitalen Bibliothek inklusive Metadaten sowie
                                   davon einzeln zugängliche Teile sind eine Abwandlung des Datenbestandes von
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                                   Zusammenfassung des rechtsverbindlichen Lizenzvertrages in
                                   allgemeinverständlicher Sprache </ref>
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                  <title>Angelus Silesius: Sämtliche poetische Werke in drei Bänden. Band 3, Herausgegeben und eingeleitet von Hans Ludwig Held, München: Hanser, 1952.</title>
                  <author key="pnd:118503111">Angelus Silesius</author>
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                  <pubPlace>München</pubPlace>
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                                 <head type="h4" xml:id="tg1639.2.1">4. Der gerechtfertigte Sünder</head>

                                 <lg>
                                    <l xml:id="tg1639.2.2">Ich war des Teufels Sklav und ging in seinen Banden,</l>
                                    <l xml:id="tg1639.2.3">Ich war mit Sündenwust verstellt und blutig rot,</l>
                                    <l xml:id="tg1639.2.4">In Wollust wälzt ich mich wie eine Sau im Kot,</l>
                                    <l xml:id="tg1639.2.5">Ich stank vor Eitelkeit, die häufig war vorhanden,</l>
                                    <l xml:id="tg1639.2.6">Ich war dem Abgrund nah und fing schon an zu stranden,</l>
                                    <l xml:id="tg1639.2.7">Ich lebte wie ein Vieh und fragte nicht nach Gott,</l>
                                    <l xml:id="tg1639.2.8">Ich war ein Schattenmensch und noch lebendig tot.</l>
                                    <l xml:id="tg1639.2.9">Nun bin ich wiederum in Christo auferstanden</l>
                                    <l xml:id="tg1639.2.10">Und lebendig gemacht; die Ketten sind entzwei,</l>
                                    <l xml:id="tg1639.2.11">Der Teufel ist verjagt und ich bin los und frei.</l>
                                    <l xml:id="tg1639.2.12">Ich suche Gott allein mit eifrigem Gemüte</l>
                                    <l xml:id="tg1639.2.13">Und gebe mich ihm auf. Was er mir immer tut</l>
                                    <l xml:id="tg1639.2.14">In Zeit und Ewigkeit, das sprech ich alles gut.</l>
                                    <l xml:id="tg1639.2.15">Ach! daß er mich doch nur vor mehrerm Fall behüte! </l>
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