<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><teiHeader><fileDesc><titleStmt><title type="main">45. Der Schmied von Bernau</title><author><persName ref="http://d-nb.info/gnd/104076534">Graesse, Johann Georg Theodor</persName><country>Deutschland</country><birth>1814.0</birth><death>1885.0</death></author><respStmt corresp="#availability-textsource-1" xml:id="textsource-1"><orgName>TextGrid</orgName><resp><note type="remarkResponsibility"> Der annotierte Datenbestand der Digitalen
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                                    Philologie, Georg-August-Universität Göttingen</orgName><address><addrLine>Käthe-Hamburger-Weg 3, 37073 Göttingen</addrLine><country>Germany</country></address></publisher><pubPlace>Göttingen</pubPlace><date type="publication">2016-06</date><availability corresp="#textsource-1" xml:id="availability-textsource-1"><licence target="http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/de/"><p>CC-BY-3.0</p></licence></availability><idno type="kolimo">kid13875</idno></publicationStmt><notesStmt><!--kolimo-date is an aproximation for publication year and is derived from author birth year +20--><note type="SourcePath">/Literatur/M/Grässe, Johann Georg Theodor/Sagen/Sagenbuch des Preußischen Staats/Erster Band/Die Marken/45. Der Schmied von Bernau</note><note type="kolimo-date">1834</note><note type="author-gender">männlich</note></notesStmt><sourceDesc><biblFull><titleStmt><title>Johann Georg Theodor Grässe: Sagenbuch des Preußischen Staates 1–2, Band 1, Glogau: Carl Flemming, 1868/71.</title><author key="pnd:104076534">Grässe, Johann Georg Theodor</author></titleStmt><extent>54-</extent><publicationStmt><date notAfter="1871" notBefore="1868"></date><pubPlace>Glogau</pubPlace></publicationStmt></biblFull></sourceDesc></fileDesc><encodingDesc><editorialDecl><p>
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lassen, und der Böse, der sonst mit Niemand Mitleid gehabt, hat sich des armen Schelmes erbarmt, und ihm seinen Willen erfüllt und gestattet, einen Augenblick durch die Pforte hinein zu schauen zu den seligen Geistern. Der aber hat schnell seine Mütze durch das Gitter hineingeworfen und zu dem Teufel gesagt, er solle so lange warten, bis er sich seine Mütze wiedergeholt, ist auch stracks hineingegangen und auf Befragen St. Peters, was er hier wolle, sich schnell auf seine Mütze gesetzt und geantwortet: Ich sitze auf meinem Eigenthum! Als nun der Teufel mit lautem Geschrei seine Seele verlangte, da ist der Herr selbst zu dem Schmied getreten, hat ihm geheißen, der Wahrheit gemäß seine Sünden zu bekennen. Das hat er auch treulich gethan, der Herr hat aber mit dem armen reuigen Sünder Mitleid gefühlt, ihn heißen sitzen bleiben und der Teufel mit langer Nase abziehen müssen.</p></div><div type="footnotes"><head type="h4" xml:id="tg1102.2.3">Fußnoten</head><note xml:id="tg1102.2.4.note" target="#tg1102.2.1.1"><p xml:id="tg1102.2.4"><anchor xml:id="tg1102.2.4.1" n="/Literatur/M/Grässe, Johann Georg Theodor/Sagen/Sagenbuch des Preußischen Staats/Erster Band/Die Marken/45. Der Schmied von Bernau#Fußnoten_1"></anchor><ref xml:id="tg1102.2.4.2" cRef="/Literatur/M/Grässe, Johann Georg Theodor/Sagen/Sagenbuch des Preußischen Staats/Erster Band/Die Marken/45. Der Schmied von Bernau#Fußnote_1">1</ref> Nach Th. Hell's Abendzeitung No. 253 metrisch bearbeitet von L. Tarnowski in Nodnagel's Poet. Sagenbuch der Deutschen S. 195.</p></note></div></div></body></text></TEI>