<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><teiHeader><fileDesc><titleStmt><title type="main">503. Die Rache der Galindischen Frauen</title><author><persName ref="http://d-nb.info/gnd/104076534">Graesse, Johann Georg Theodor</persName><country>Deutschland</country><birth>1814.0</birth><death>1885.0</death></author><respStmt corresp="#availability-textsource-1" xml:id="textsource-1"><orgName>TextGrid</orgName><resp><note type="remarkResponsibility"> Der annotierte Datenbestand der Digitalen
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                                    Philologie, Georg-August-Universität Göttingen</orgName><address><addrLine>Käthe-Hamburger-Weg 3, 37073 Göttingen</addrLine><country>Germany</country></address></publisher><pubPlace>Göttingen</pubPlace><date type="publication">2016-06</date><availability corresp="#textsource-1" xml:id="availability-textsource-1"><licence target="http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/de/"><p>CC-BY-3.0</p></licence></availability><idno type="kolimo">kid15124</idno></publicationStmt><notesStmt><!--kolimo-date is an aproximation for publication year and is derived from author birth year +20--><note type="SourcePath">/Literatur/M/Grässe, Johann Georg Theodor/Sagen/Sagenbuch des Preußischen Staats/Zweiter Band/West- und Ostpreußen/503. Die Rache der Galindischen Frauen</note><note type="kolimo-date">1834</note><note type="author-gender">männlich</note></notesStmt><sourceDesc><biblFull><titleStmt><title>Johann Georg Theodor Grässe: Sagenbuch des Preußischen Staates 1–2, Band 2, Glogau: Carl Flemming, 1868/71.</title><author key="pnd:104076534">Grässe, Johann Georg Theodor</author></titleStmt><extent>529-</extent><publicationStmt><date notAfter="1871" notBefore="1868"></date><pubPlace>Glogau</pubPlace></publicationStmt></biblFull></sourceDesc></fileDesc><encodingDesc><editorialDecl><p>
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503. Die Rache der Galindischen Frauen.</head><milestone unit="head_start"></milestone><p rend="zenoPC" xml:id="tg2478.2.2"><seg rend="zenoTXFontsize80" xml:id="tg2478.2.2.1">(S. Waissel a.a.O. S. 49 etc.)</seg></p><milestone unit="head_end"></milestone><lb xml:id="tg2478.2.3"></lb><p xml:id="tg2478.2.4">Im Jahre 1232 waren die Galinder so stark und hatten sich an Kindern und Gesinde so gemehrt, daß ihnen ihr Land zu klein ward. Da geboten die Männer ihren Weibern, welche Kindlein als Mägdlein geboren würden, die sollten sie alle tödten und nur die Knäblein sollten beim Leben erhalten werden zum Streit und Orley. Dies erbarmte aber die Weiber und sie verschickten die Mägdlein heimlich, daß sie errettet würden. Als dies die Männer erfuhren, hielten sie Rath mit einander und ein Jeglicher schnitt seinem Weibe die Brüste ab, auf daß sie keine Kinder mehr ernähren konnten. Diese That verdroß aber die Weiber sehr und that ihnen weh und sie gingen zu einem alten Weibe und klagten ihr ihre Noth, eine jede für sich. Dieses alte Weib hielten aber die Preußen für heilig und richteten sich alle nach ihrem Rath und baten sie, sie möge ihnen einen Rath geben, wie eine jegliche Frau an ihrem Manne möchte gerochen werden. Da sprach das alte Weib zu den Frauen: »Saget Eueren Aeltesten, daß sie zu mir kommen, es soll ihnen Alles wohl bezahlt werden!« Auf diese Anzeigung kamen diese nun auch zu der alten Frau und diese sprach mit List zu ihnen: »Euere Götter wollen, daß Ihr Männer, jung und alt, und so, daß Keiner ausbleiben darf, ohne Waffen und Gewehr auf die Christen ziehet und ihr Land verheeret.« Alsobald waren die Preußen dem alten Weibe gehorsam und zogen mit aller ihrer Macht auf die Christen und thaten ihnen großen Schaden und führten großen Raub von dannen, auch viele Männer, Weiber und Kinder. Es entliefen aber den Preußen zwei Polen von den Gefangenen, die sagten den Christen, daß die Heiden alle ohne Waffen und Gewehr seien. Da ermannten sich die Christen und rannten den Heiden nach und mit Gottes Hilfe legten sie das mächtige Heer nieder und nahmen ihnen allen Raub wieder ab.</p></div></div></body></text></TEI>