<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><teiHeader><fileDesc><titleStmt><title type="main">449. Die neun Berge bei Rambin und der Riesenstein</title><author><persName ref="http://d-nb.info/gnd/104076534">Graesse, Johann Georg Theodor</persName><country>Deutschland</country><birth>1814.0</birth><death>1885.0</death></author><respStmt corresp="#availability-textsource-1" xml:id="textsource-1"><orgName>TextGrid</orgName><resp><note type="remarkResponsibility"> Der annotierte Datenbestand der Digitalen
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                                    Philologie, Georg-August-Universität Göttingen</orgName><address><addrLine>Käthe-Hamburger-Weg 3, 37073 Göttingen</addrLine><country>Germany</country></address></publisher><pubPlace>Göttingen</pubPlace><date type="publication">2016-06</date><availability corresp="#textsource-1" xml:id="availability-textsource-1"><licence target="http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/de/"><p>CC-BY-3.0</p></licence></availability><idno type="kolimo">kid13853</idno></publicationStmt><notesStmt><!--kolimo-date is an aproximation for publication year and is derived from author birth year +20--><note type="SourcePath">/Literatur/M/Grässe, Johann Georg Theodor/Sagen/Sagenbuch des Preußischen Staats/Zweiter Band/Pommern/449. Die neun Berge bei Rambin und der Riesenstein</note><note type="kolimo-date">1834</note><note type="author-gender">männlich</note></notesStmt><sourceDesc><biblFull><titleStmt><title>Johann Georg Theodor Grässe: Sagenbuch des Preußischen Staates 1–2, Band 2, Glogau: Carl Flemming, 1868/71.</title><author key="pnd:104076534">Grässe, Johann Georg Theodor</author></titleStmt><extent>477-</extent><publicationStmt><date notAfter="1871" notBefore="1868"></date><pubPlace>Glogau</pubPlace></publicationStmt></biblFull></sourceDesc></fileDesc><encodingDesc><editorialDecl><p>
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plötzlich ein Loch in die Schürze und es fielen neun Haufen Erde heraus: das sind die neun Berge von Rambin. Der Riese stopfte aber das Loch wieder zu und ging weiter, als er aber bis Gustow gekommen war, riß ein neues Loch hinein und es fielen nun die dreizehn kleinen Berge von Gustow heraus. Dadurch hatte aber der Riese zu viel Erde verloren um seinen Damm fertig zu machen. Es entstand zwar der Prosnitzer Haken und die Halbinsel Drigge, allein den übrigen Raum im Wasser konnte er nicht ausfüllen. Da rührte ihn vor Aerger der Schlag und er starb.</p><p rend="zenoPLm4n0" xml:id="tg2423.2.5">Derselbe Riese hat auch den ungeheuern Stein, der bei dem Dorfe Nadelitz auf dem Wege liegt, der nach Posewald führt, hingeworfen. Als man nämlich zu Vilmnitz, eine halbe Meile von Putbus, eine christliche Kirche zu erbauen anfing, und man im Begriffe stand, den dazu gehörigen Thurm aufzuführen, da dachte er, ein arger Heide, jetzt sei es Zeit, dem Treiben ein Ende zu machen. Er nahm also einen gewaltigen Felsblock, stellte sich auf den Putbusser Tannenberg und warf ihn mit großer Gewalt nach der neuen Kirche, allein er hatte in der Bosheit zu scharf geworfen, der Stein flog wohl eine Viertelmeile zu weit über die Kirche weg, dahin wo er noch liegt.</p></div></div></body></text></TEI>