<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><teiHeader><fileDesc><titleStmt><title type="main">4. Ein Mädchen erbricht Kröten</title><author><persName ref="http://d-nb.info/gnd/104076534">Graesse, Johann Georg Theodor</persName><country>Deutschland</country><birth>1814.0</birth><death>1885.0</death></author><respStmt corresp="#availability-textsource-1" xml:id="textsource-1"><orgName>TextGrid</orgName><resp><note type="remarkResponsibility"> Der annotierte Datenbestand der Digitalen
                                        Bibliothek inklusive Metadaten sowie davon einzeln zugängliche Teile
                                        sind eine Abwandlung des Datenbestandes von www.editura.de durch
                                        TextGrid und werden unter der Lizenz Creative Commons Namensnennung 3.0
                                        Deutschland Lizenz (by-Nennung TextGrid, www.editura.de) veröffentlicht.
                                        Die Lizenz bezieht sich nicht auf die der Annotation zu Grunde liegenden
                                        allgemeinfreien Texte (Siehe auch Punkt 2 der Lizenzbestimmungen). </note><note type="remarkSource">Die vorliegende Textsammlung wurde im Rahmen des
                                        Forschungsprojekts TextGrid (www.textgrid.de, Förderkennzeichen:
                                        01UG1203A) mit Mitteln des BMBF (Bundesministerium für Bildung und
                                        Forschung) erworben. Wir bitten im Falle der Nachnutzung des
                                        Datenbestandes diesen Förderhinweis den Daten beizulegen.</note><idno type="URLWeb">https://textgridrep.org</idno></resp></respStmt><respStmt><orgName ref="http://www.textgrid.de">TextGrid</orgName><resp><note type="remarkResponsibility">Langfristige Bereitstellung der
                                        Dokumente</note><ref target="http://textgridrep.de"></ref></resp></respStmt></titleStmt><editionStmt><edition>Vollständige digitalisierte Ausgabe.</edition></editionStmt><extent><measure type="tokens">294</measure><measure type="types"></measure><measure type="characters"></measure><tei:measure xmlns:tei="http://www.tei-c.org/ns/1.0" quantity="69.48" type="FleschReadingEase"></tei:measure><tei:measure xmlns:tei="http://www.tei-c.org/ns/1.0" quantity="5.42" type="nWS1"></tei:measure><tei:measure xmlns:tei="http://www.tei-c.org/ns/1.0" quantity="5.6" type="nWS2"></tei:measure><tei:measure xmlns:tei="http://www.tei-c.org/ns/1.0" quantity="5.92" type="nWS3"></tei:measure><tei:measure xmlns:tei="http://www.tei-c.org/ns/1.0" quantity="6.29" type="nWS4"></tei:measure><tei:measure xmlns:tei="http://www.tei-c.org/ns/1.0" quantity="38.07" type="LIX"></tei:measure><tei:measure xmlns:tei="http://www.tei-c.org/ns/1.0" quantity="3.56" type="RIX"></tei:measure><tei:measure xmlns:tei="http://www.tei-c.org/ns/1.0" quantity="-66.6" type="KuntzschsText-Redundanz-Index"></tei:measure><tei:measure xmlns:tei="http://www.tei-c.org/ns/1.0" quantity="4.5" type="TuldavasTextDifficultyFormula"></tei:measure><tei:measure xmlns:tei="http://www.tei-c.org/ns/1.0" quantity="73.33" type="Wheeler-Smith"></tei:measure></extent><publicationStmt><publisher xml:id="kolimo"><!-- value of attribute "xml:id" is invalid; must be equal to "DTACorpusPublisher" --><email>jb.herrmann@phil.uni-goettingen.de</email><orgName role="project">Kolimo - Korpus der Literarischen Moderne</orgName><orgName role="hostingInstitution" xml:lang="de">Seminar für Deutsche
                                    Philologie, Georg-August-Universität Göttingen</orgName><address><addrLine>Käthe-Hamburger-Weg 3, 37073 Göttingen</addrLine><country>Germany</country></address></publisher><pubPlace>Göttingen</pubPlace><date type="publication">2016-06</date><availability corresp="#textsource-1" xml:id="availability-textsource-1"><licence target="http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/de/"><p>CC-BY-3.0</p></licence></availability><idno type="kolimo">kid12813</idno></publicationStmt><notesStmt><!--kolimo-date is an aproximation for publication year and is derived from author birth year +20--><note type="SourcePath">/Literatur/M/Grässe, Johann Georg Theodor/Sagen/Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen/Zweiter Band/Anhang/4. Ein Mädchen erbricht Kröten</note><note type="kolimo-date">1834</note><note type="author-gender">männlich</note></notesStmt><sourceDesc><biblFull><titleStmt><title>Johann Georg Theodor Grässe: Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen. Band 2, 2. Aufl., Dresden: Schönfeld, 1874.</title><author key="pnd:104076534">Grässe, Johann Georg Theodor</author></titleStmt><extent>306-</extent><publicationStmt><date>1874</date><pubPlace>Dresden</pubPlace></publicationStmt></biblFull></sourceDesc></fileDesc><encodingDesc><editorialDecl><p>
                                Bogensignaturen: keine Angabe; Druckfehler: ignoriert; fremdsprachliches
                                Material: keine Angabe; Geminations-/Abkürzungsstriche: keine Angabe;
                                Hervorhebungen (Antiqua, Sperrschrift, Kursive etc.): keine Angabe; i/j in
                                Fraktur: keine Angabe; I/J in Fraktur: keine Angabe; Kolumnentitel: keine
                                Angabe; Kustoden: keine Angabe; langes s (ſ): als s transkribiert;
                                Normalisierungen: stillschweigend; rundes r (\&amp;amp;#xa75b;): als r/et
                                transkribiert; Seitenumbrüche markiert: ja; Silbentrennung: keine Angabe; u/v
                                bzw. U/V: keine Angabe; Vokale mit übergest. e: als ä/ö/ü transkribiert;
                                Vollständigkeit: vollständig erfasst; Zeichensetzung: keine Angabe;
                                Zeilenumbrüche markiert: nein; </p></editorialDecl></encodingDesc><profileDesc><languageUsage><language>de-DE</language><!--  Standardwert, wird bei Bedarf geändert  --></languageUsage><creation><date type="firstPublication"><date notAfter="1885" notBefore="1814"></date></date></creation><textClass><keywords scheme="textgrid_genre"><list><item>prose</item></list></keywords><keywords scheme="http://kolimo.uni-goettingen.de/metadata#literature-non-literature"><list><item>literature</item></list></keywords><keywords scheme="http://kolimo.uni-goettingen.de/metadata#history-of-literature"><list><item>undefined</item></list></keywords><keywords scheme="kolimo_genre"><list><item>short</item></list></keywords><keywords scheme="eltec_genre"><list><item>veryShort</item></list></keywords><keywords scheme="timeslot"><!--timeslot is based on kolimo-date--><list><item>1800-1819</item></list></keywords><keywords scheme="translation"><list><item>Original</item></list></keywords></textClass></profileDesc><revisionDesc><listChange><change when="2016-12-12T11:01:48.914+01:00" who="ronald">GNDIDCONFIRM http://d-nb.info/gnd/104076534 104076534</change></listChange></revisionDesc></teiHeader><text><body><div type="text" xml:id="tg941.2"><div type="h4"><head type="h4" xml:id="tg941.2.1">4) Ein Mädchen erbricht Kröten.</head><milestone unit="head_start"></milestone><p rend="zenoPC" xml:id="tg941.2.2"><seg rend="zenoTXFontsize80" xml:id="tg941.2.2.1">S. ebdas. S. 66. v. Beust, Jahrb. v. Altenb. Bd. III. S. 16 fgg.</seg></p><milestone unit="head_end"></milestone><lb xml:id="tg941.2.3"></lb><p xml:id="tg941.2.4">Im Jahre 1647 ward zu Altenburg Katharina Geilerin, eine Dienstmagd von 30 Jahren, unpaß und weil der Hausherr glaubte, sie habe die Pest, hat er sie nach Hause zu ihrer Mutter entlassen. Als sie aber dorthin kam, wollten die Bauern das Mädchen nicht aufnehmen, weil sie fürchteten, sie würden von der Seuche angesteckt. Sie mußte also im Freien auf einer Wiese unter einem schlechten Heuhüttlein verbleiben, und weil Niemand zu ihr kam, der sie pflegte, hat sie halb verschmachtet auf allen Vieren zu den Pfützen und Sümpfen kriechen und ihren Durst mit dem stinkenden <pb xml:id="tg941.2.4.1" n="306"></pb>
Wasser löschen müssen. Nachdem sie sich seit der Zeit etwas erholt, ist ihr Leib nach und nach aufgeschwollen und sie hat hernach alle Frühlinge heftiges Erbrechen bekommen, in welchem eine dicke corpulente Materie von ihr gegangen, die sie aber weiter nicht beachtet hat. Endlich hat sie den 26. Juni 1647 zwei große Kröten, zwei kleinere in der Größe einer Hummel und zwei Eidechsen so dick wie eine Schreibefeder und so lang wie ein Ohrenfinger, alle lebend, dann am 12. Juli eine lebendige mittelgroße Kröte und hierauf eine große und eine kleine, beide todt, von sich gegeben, den 18. Juli auf 30 Maaß stinkendes Wasser und eine bleichgelbe an einander hängende Materie mit lichten Fünckeln wie Augen, am 29. März 1648 einen Frosch mit 3 und 1/2 Eidechse ausgespieen. Der Frosch hat lustig gequakt und bis auf den sechsten Tag gelebt, am 4. April sind zwei lebendige große Frösche grüner Farbe und am 11. besagten Monats ist eine große dicke Kröte mit spitzigen Klauen von unten todt von ihr gezogen worden, dann ist sie aber gesund geworden und hat noch im J. 1660 gelebt.</p></div></div></body></text></TEI>