<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><teiHeader><fileDesc><titleStmt><title type="main">457. Fritz Schlagenteufel</title><author><persName ref="http://d-nb.info/gnd/104076534">Graesse, Johann Georg Theodor</persName><country>Deutschland</country><birth>1814.0</birth><death>1885.0</death></author><respStmt corresp="#availability-textsource-1" xml:id="textsource-1"><orgName>TextGrid</orgName><resp><note type="remarkResponsibility"> Der annotierte Datenbestand der Digitalen
                                        Bibliothek inklusive Metadaten sowie davon einzeln zugängliche Teile
                                        sind eine Abwandlung des Datenbestandes von www.editura.de durch
                                        TextGrid und werden unter der Lizenz Creative Commons Namensnennung 3.0
                                        Deutschland Lizenz (by-Nennung TextGrid, www.editura.de) veröffentlicht.
                                        Die Lizenz bezieht sich nicht auf die der Annotation zu Grunde liegenden
                                        allgemeinfreien Texte (Siehe auch Punkt 2 der Lizenzbestimmungen). </note><note type="remarkSource">Die vorliegende Textsammlung wurde im Rahmen des
                                        Forschungsprojekts TextGrid (www.textgrid.de, Förderkennzeichen:
                                        01UG1203A) mit Mitteln des BMBF (Bundesministerium für Bildung und
                                        Forschung) erworben. Wir bitten im Falle der Nachnutzung des
                                        Datenbestandes diesen Förderhinweis den Daten beizulegen.</note><idno type="URLWeb">https://textgridrep.org</idno></resp></respStmt><respStmt><orgName ref="http://www.textgrid.de">TextGrid</orgName><resp><note type="remarkResponsibility">Langfristige Bereitstellung der
                                        Dokumente</note><ref target="http://textgridrep.de"></ref></resp></respStmt></titleStmt><editionStmt><edition>Vollständige digitalisierte Ausgabe.</edition></editionStmt><extent><measure type="tokens">272</measure><measure type="types"></measure><measure type="characters"></measure><tei:measure xmlns:tei="http://www.tei-c.org/ns/1.0" quantity="69.25" type="FleschReadingEase"></tei:measure><tei:measure xmlns:tei="http://www.tei-c.org/ns/1.0" quantity="4.78" type="nWS1"></tei:measure><tei:measure xmlns:tei="http://www.tei-c.org/ns/1.0" quantity="4.98" type="nWS2"></tei:measure><tei:measure xmlns:tei="http://www.tei-c.org/ns/1.0" quantity="5.28" type="nWS3"></tei:measure><tei:measure xmlns:tei="http://www.tei-c.org/ns/1.0" quantity="6.11" type="nWS4"></tei:measure><tei:measure xmlns:tei="http://www.tei-c.org/ns/1.0" quantity="40.06" type="LIX"></tei:measure><tei:measure xmlns:tei="http://www.tei-c.org/ns/1.0" quantity="4" type="RIX"></tei:measure><tei:measure xmlns:tei="http://www.tei-c.org/ns/1.0" quantity="-69.29" type="KuntzschsText-Redundanz-Index"></tei:measure><tei:measure xmlns:tei="http://www.tei-c.org/ns/1.0" quantity="4.67" type="TuldavasTextDifficultyFormula"></tei:measure><tei:measure xmlns:tei="http://www.tei-c.org/ns/1.0" quantity="89.23" type="Wheeler-Smith"></tei:measure></extent><publicationStmt><publisher xml:id="kolimo"><!-- value of attribute "xml:id" is invalid; must be equal to "DTACorpusPublisher" --><email>jb.herrmann@phil.uni-goettingen.de</email><orgName role="project">Kolimo - Korpus der Literarischen Moderne</orgName><orgName role="hostingInstitution" xml:lang="de">Seminar für Deutsche
                                    Philologie, Georg-August-Universität Göttingen</orgName><address><addrLine>Käthe-Hamburger-Weg 3, 37073 Göttingen</addrLine><country>Germany</country></address></publisher><pubPlace>Göttingen</pubPlace><date type="publication">2016-06</date><availability corresp="#textsource-1" xml:id="availability-textsource-1"><licence target="http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/de/"><p>CC-BY-3.0</p></licence></availability><idno type="kolimo">kid14014</idno></publicationStmt><notesStmt><!--kolimo-date is an aproximation for publication year and is derived from author birth year +20--><note type="SourcePath">/Literatur/M/Grässe, Johann Georg Theodor/Sagen/Sagenbuch des Preußischen Staats/Zweiter Band/Pommern/457. Fritz Schlagenteufel</note><note type="kolimo-date">1834</note><note type="author-gender">männlich</note></notesStmt><sourceDesc><biblFull><titleStmt><title>Johann Georg Theodor Grässe: Sagenbuch des Preußischen Staates 1–2, Band 2, Glogau: Carl Flemming, 1868/71.</title><author key="pnd:104076534">Grässe, Johann Georg Theodor</author></titleStmt><extent>482-</extent><publicationStmt><date notAfter="1871" notBefore="1868"></date><pubPlace>Glogau</pubPlace></publicationStmt></biblFull></sourceDesc></fileDesc><encodingDesc><editorialDecl><p>
                                Bogensignaturen: keine Angabe; Druckfehler: ignoriert; fremdsprachliches
                                Material: keine Angabe; Geminations-/Abkürzungsstriche: keine Angabe;
                                Hervorhebungen (Antiqua, Sperrschrift, Kursive etc.): keine Angabe; i/j in
                                Fraktur: keine Angabe; I/J in Fraktur: keine Angabe; Kolumnentitel: keine
                                Angabe; Kustoden: keine Angabe; langes s (ſ): als s transkribiert;
                                Normalisierungen: stillschweigend; rundes r (\&amp;amp;#xa75b;): als r/et
                                transkribiert; Seitenumbrüche markiert: ja; Silbentrennung: keine Angabe; u/v
                                bzw. U/V: keine Angabe; Vokale mit übergest. e: als ä/ö/ü transkribiert;
                                Vollständigkeit: vollständig erfasst; Zeichensetzung: keine Angabe;
                                Zeilenumbrüche markiert: nein; </p></editorialDecl></encodingDesc><profileDesc><languageUsage><language>de-DE</language><!--  Standardwert, wird bei Bedarf geändert  --></languageUsage><creation><date type="firstPublication"><date notAfter="1885" notBefore="1814"></date></date></creation><textClass><keywords scheme="textgrid_genre"><list><item>prose</item></list></keywords><keywords scheme="http://kolimo.uni-goettingen.de/metadata#literature-non-literature"><list><item>literature</item></list></keywords><keywords scheme="http://kolimo.uni-goettingen.de/metadata#history-of-literature"><list><item>undefined</item></list></keywords><keywords scheme="kolimo_genre"><list><item>short</item></list></keywords><keywords scheme="eltec_genre"><list><item>veryShort</item></list></keywords><keywords scheme="timeslot"><!--timeslot is based on kolimo-date--><list><item>1800-1819</item></list></keywords><keywords scheme="translation"><list><item>Original</item></list></keywords></textClass></profileDesc><revisionDesc><listChange><change when="2016-12-12T11:01:48.914+01:00" who="ronald">GNDIDCONFIRM http://d-nb.info/gnd/104076534 104076534</change></listChange></revisionDesc></teiHeader><text><body><div type="text" xml:id="tg2431.2"><div type="h4"><head type="h4" xml:id="tg2431.2.1">457. Fritz Schlagenteufel.</head><milestone unit="head_start"></milestone><p rend="zenoPC" xml:id="tg2431.2.2"><seg rend="zenoTXFontsize80" xml:id="tg2431.2.2.1">(S. Arndt a.a.O. Bd. I. S. 229 etc. [II. Ausg. S. 191.])</seg></p><milestone unit="head_end"></milestone><lb xml:id="tg2431.2.3"></lb><p xml:id="tg2431.2.4">Vor langen Jahren lebte zu Patzig, eine halbe Meile von der Stadt Bergen, ein armer Schäferjunge, der Fritz Schlagenteufel hieß. Der fand eines Morgens zwischen den Hünengräbern, die dort auf der Haide liegen, ein kleines silbernes Glöckchen. Das war von der Mütze eines braunen Zwerges, das dieser die Nacht vorher beim Tanze verloren hatte. Solch ein Glöcklein aber zu verlieren ist für die kleinen Kerlchen eben so schlimm, als wenn sie das Spänglein am Gürtel verlieren, sie können nicht eher wieder einschlafen, als bis sie es wieder haben. Der Zwerg konnte nun aber sein Glöckchen nicht gleich suchen, denn er durfte nicht alle Tage hinaus aus seinem Berge auf die Oberwelt, sondern nur einige Tage im Jahre. Als er aber endlich einmal herauskam, da war Schlagenteufel nicht mehr im Dorfe Patzig, sondern hatte sich als Schafknecht nach Unruh bei Gingst vermiethet. Indeß der Zwerg spürte ihm nach und so hörte er denn eines Tages den Schäfer mit dem Glöckchen klingeln. Schnell verwandelte sich nun der Zwerg in eine alte Frau und suchte demselben das Glöckchen mit glatten Worten abzuschwatzen, allein jener ging nicht darauf ein und erst, als er ihm ein weißes Stäbchen dafür bot, mit dem er angeblich zaubern könne, gab er es hin. Das Stäbchen hatte aber die geheime Kraft, daß alles Vieh, was damit getrieben ward, viele Wochen eher fett wurde und zwei Pfund Wolle mehr trug als andere Schafe. Dadurch ward nun Schlagenteufel bald der reichste Schäfer auf Rügen, der sich zuletzt ein Rittergut, Grabitz bei Rambin, kaufen konnte und selbst noch ein Edelmann ward.</p></div></div></body></text></TEI>