<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><teiHeader><fileDesc><titleStmt><title type="main">434. Der Schatz zu Demmin</title><author><persName ref="http://d-nb.info/gnd/104076534">Graesse, Johann Georg Theodor</persName><country>Deutschland</country><birth>1814.0</birth><death>1885.0</death></author><respStmt corresp="#availability-textsource-1" xml:id="textsource-1"><orgName>TextGrid</orgName><resp><note type="remarkResponsibility"> Der annotierte Datenbestand der Digitalen
                                        Bibliothek inklusive Metadaten sowie davon einzeln zugängliche Teile
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                                    Philologie, Georg-August-Universität Göttingen</orgName><address><addrLine>Käthe-Hamburger-Weg 3, 37073 Göttingen</addrLine><country>Germany</country></address></publisher><pubPlace>Göttingen</pubPlace><date type="publication">2016-06</date><availability corresp="#textsource-1" xml:id="availability-textsource-1"><licence target="http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/de/"><p>CC-BY-3.0</p></licence></availability><idno type="kolimo">kid13587</idno></publicationStmt><notesStmt><!--kolimo-date is an aproximation for publication year and is derived from author birth year +20--><note type="SourcePath">/Literatur/M/Grässe, Johann Georg Theodor/Sagen/Sagenbuch des Preußischen Staats/Zweiter Band/Pommern/434. Der Schatz zu Demmin</note><note type="kolimo-date">1834</note><note type="author-gender">männlich</note></notesStmt><sourceDesc><biblFull><titleStmt><title>Johann Georg Theodor Grässe: Sagenbuch des Preußischen Staates 1–2, Band 2, Glogau: Carl Flemming, 1868/71.</title><author key="pnd:104076534">Grässe, Johann Georg Theodor</author></titleStmt><extent>466-</extent><publicationStmt><date notAfter="1871" notBefore="1868"></date><pubPlace>Glogau</pubPlace></publicationStmt></biblFull></sourceDesc></fileDesc><encodingDesc><editorialDecl><p>
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wie ihr in der vorigen Nacht geträumt habe. Er ging auch (12. April) hin und grub frisch darauf los, fand aber nur einen großen Kessel mit Kohlen, womit ihm wenig gedient war. In Hoffnung aber eines bessern grub er weiter und es halfen ihm dabei seine Tochter und seine hochschwangere Frau. Indem er aber zu weit und zu tief in die Erde minirte, schoß die schwere Mauer und das Erdreich nach, bedeckte und tödtete den unvorsichtigen Schatzgräber, und es wurden auch die Tochter und Frau hierbei tödtlich verwundet, aber sind noch beim Leben herausgezogen und erhalten worden.</p><p rend="zenoPLm4n0" xml:id="tg2408.2.5">Im Jahre 1752 kam wieder ein Schatzgräber nach Demmin, er gab vor, daß er ein Mönch sei und im Vatican oder der Bibliothek des Papstes zu Rom eine schriftliche Notiz, wo zu päpstlichen Zeiten die Klöster oder Andere ihre Schätze vergraben, gefunden und selbige entwendet hätte. Er verschaffte aber Keinem einen Schatz, sondern grub einen solchen für sich aus den Beuteln der Leichtgläubigen heraus.</p><p rend="zenoPLm4n0" xml:id="tg2408.2.6">Im Jahre 1770 fand sich abermals ein Schatzgräber und Wahrsager hier ein, allein der Magistrat ließ ihn beim Kopfe nehmen und gefangen setzen, seine Künste wurden untersucht und die Akten nach Stettin zum Spruche verschickt. Man wollte aber seine Schätze nicht haben, sondern verwies ihn damit aus der Stadt und dem Lande, diejenigen aber, welche ihn bei sich hatten graben lassen, mußten ihn im Gefängniß unterhalten und die Gerichtsgebühren, Sporteln und alle Unkosten tragen.</p></div></div></body></text></TEI>