<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0"><teiHeader><fileDesc><titleStmt><title type="main">485. Ritter Flemming</title><author><persName ref="http://d-nb.info/gnd/104076534">Graesse, Johann Georg Theodor</persName><country>Deutschland</country><birth>1814.0</birth><death>1885.0</death></author><respStmt corresp="#availability-textsource-1" xml:id="textsource-1"><orgName>TextGrid</orgName><resp><note type="remarkResponsibility"> Der annotierte Datenbestand der Digitalen
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                                    Philologie, Georg-August-Universität Göttingen</orgName><address><addrLine>Käthe-Hamburger-Weg 3, 37073 Göttingen</addrLine><country>Germany</country></address></publisher><pubPlace>Göttingen</pubPlace><date type="publication">2016-06</date><availability corresp="#textsource-1" xml:id="availability-textsource-1"><licence target="http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/de/"><p>CC-BY-3.0</p></licence></availability><idno type="kolimo">kid14536</idno></publicationStmt><notesStmt><!--kolimo-date is an aproximation for publication year and is derived from author birth year +20--><note type="SourcePath">/Literatur/M/Grässe, Johann Georg Theodor/Sagen/Sagenbuch des Preußischen Staats/Zweiter Band/Pommern/485. Ritter Flemming</note><note type="kolimo-date">1834</note><note type="author-gender">männlich</note></notesStmt><sourceDesc><biblFull><titleStmt><title>Johann Georg Theodor Grässe: Sagenbuch des Preußischen Staates 1–2, Band 2, Glogau: Carl Flemming, 1868/71.</title><author key="pnd:104076534">Grässe, Johann Georg Theodor</author></titleStmt><extent>510-</extent><publicationStmt><date notAfter="1871" notBefore="1868"></date><pubPlace>Glogau</pubPlace></publicationStmt></biblFull></sourceDesc></fileDesc><encodingDesc><editorialDecl><p>
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die Edelfrau führte während seiner Abwesenheit ein ziemlich laxes Regiment, die Knechte machten, was sie wollten, und trieben sogar Wegelagerei. Einst lagen sie auch auf der Lauer, da kam ein Pilgersmann daher, der ganz erschöpft einherschlich. Die Bösewichter glaubten, er trage viel Geld bei sich und dies sei der Grund seiner Langsamkeit, sie fielen also über ihn her und ermordeten ihn, fanden aber nichts bei ihm als einen goldenen Ring, den er am Finger trug. Den zogen sie ihm ab und da er ein Wappen hatte, zeigten sie ihn am andern Morgen ihrer Edelfrau, ob sie vielleicht das Wappen kenne. Allein wie erschrak diese, es war der Ring ihres Sohnes und das Wappen das ihrige. Natürlich drang sie nun darauf, daß ihr die Knechte gestehen mußten, wo er her sei, und als sie erfuhr, daß sie ihren Sohn erschlagen, da machte sie sich die bittersten Vorwürfe, daß sie nicht bessere Aufsicht über ihre Leute geführt hatte, lief aus der Burg heraus und stürzte sich in einen in der Nähe befindlichen Sumpf. Die Stelle aber, wo sie hineinsprang, heißt jetzt, nachdem der Sumpf ausgetrocknet ist, nach ihr die Barbarawiese und der Ort, wo der Ritter ermordet worden ist, hat seinen Namen Freudenberg, den er davon hatte, daß die heidnischen Pommern hier eine Opferstätte gehabt hatten, in Trauerberg verwandelt.</p></div></div></body></text></TEI>