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			<titleStmt>
				<title>Kommentar zur <ref target="textgrid:2r4p8">Kundgebung zum "Deutschen Kriegsopfertag" (Zeitungsartikel; Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.4.1953)</ref></title>
				<funder>Deutsche Forschungsgemeinschaft</funder>
				<principal>
					<rs type="person">Prof. Dr. Gabriele Lingelbach</rs>
					 <affiliation><rs type="institution" ref="http://d-nb.info/gnd/2097883-2">Historisches Seminar der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel</rs></affiliation>
					 <address>
					 <street>Leibnizstr. 8</street> 
					 <postCode>24118</postCode> 
					 <settlement>Kiel</settlement> 
					 <country key="XA-DE">Deutschland</country> 
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					 </principal>
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				<resp>Kommentar von</resp>
					<name type="person">Jan Stoll</name>
				</respStmt>				
			</titleStmt>
			<publicationStmt>
			<distributor> <rs type="institution" ref="http://dnb.info/gnd/2097883-2">Historisches Seminar der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel</rs> 
			</distributor> 
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					<licence target="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/">
 			<p>Lizenziert unter der Creative-Commons-Lizenz Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland (CC BY-SA 3.0 DE)</p>
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				<date when-iso="2016-4">April 2016</date>
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			<seriesStmt>
				<title>Quellensammlung zur Geschichte von Menschen mit Behinderungen seit
					1945
				</title>
				<editor>DFG-Projekt „Menschen mit Behinderung in Deutschland nach 1945. Selbstbestimmung und Partizipation im deutsch-deutschen Vergleich: Ein Beitrag zur Disability History“</editor>
			</seriesStmt>
			<sourceDesc>
				<p>born digital</p>
				<p><bibl>Kommentar von <author>Jan Stoll</author> zum Artikel "<title level="a" type="main">Die Kriegsopfer fordern Linderung ihrer Notlage</title> (<title level="j">Frankfurter Allgemeine Zeitung</title>, <date when-iso="1953-4-27">27.4.1953</date>).</bibl>
				</p>
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			<projectDesc>
				<p>Die digitale Quellensammlung wurde im Rahmen des DFG-Projektes "Menschen mit Behinderung in Deutschland nach 1945. Selbstbestimmung und Partizipation im deutsch-deutschen Vergleich: Ein Beitrag zur Disability History" erstellt. Zielgruppe der Quellensammlung ist die interessierte Öffentlichkeit, die Materialien sind gerade auch für den Unterricht an Schulen und Hochschulen ausgewählt.</p>
			</projectDesc>
			<samplingDecl>
				<p>Die Auswahl der Quellen erfolgte auf Grundlage der Rechercheergebnisse der Dissertationen der Projektmitarbeiter Bertold Scharf, Sebastian Schlund und Jan Stoll.</p>
				<p>Es wird keine Vollständigkeit angestrebt. Ziel ist es, Ausschnitte zu präsentieren, die paradigmatisch für die Geschichte(n) von Menschen mit Behinderungen stehen oder auf markante Ausnahmen hinweisen.</p>
				<p>Die fünf Bereiche stehen für unterschiedliche gesellschaftliche	Sphären, die von der Forschung bisher kaum	berücksichtig wurden.</p>
			</samplingDecl>
			<editorialDecl>
				<hyphenation eol="none">
					<p>Die Silbentrennung des Quelltextes wurde nicht beibehalten.</p>
				</hyphenation>
				<p>Die alte Rechtschreibung wird beibehalten, Rechtschreibung und Fehler im Quelltext werden nicht korrigiert. Fehler im Original werden mit [sic!] gekennzeichnet oder mit dem Element <sic/> gekennzeichnet und im Element <corr>[Ausbesserung]</corr> ausgebessert. Zeilenumbrüche und das Layout werden nicht originalgetreu wiedergegeben. Auslassungen sind mit <gap reason="sampling"><desc>[...]</desc></gap> gekennzeichnet. Abkürzungen werden beibehalten, ggf. aber zusätzlich aufgelöst und in eckigen Klammern dargestellt.</p>
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		<langUsage>
		<language ident="de" usage="100">Deutsch</language></langUsage>
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		<keywords>
		<term>BRD</term>
		<term>Kriegsopfer</term>
		<term>Kriegsopferverbände</term>
		<term>Kriegsversehrte</term>
		</keywords>
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					<rs type="person">Bertold Scharf</rs>
					<note>Version 1.0. Veröffentlicht am:</note>
					<date when-iso="2017-10-26">26.10.2017</date>
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					<rs type="person">Bertold Scharf</rs>
					<note>Endkorrektur</note>
					<date when-iso="2017-10-26">26.10.2017</date>
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			<rs type="person">Jan Stoll</rs>
			<note>Markup vereinheitlicht.</note>
					<date when-iso="2016-4-26">26.4.2016</date>
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				<rs type="person">Raphael Rössel</rs>
				<note>Angleichung an Encoding Guidelines</note>
				 <date when-iso="2017-9-05">05.09.2017</date>
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			<p>Die Bundesregierung hatte zwar bereits <date when-iso="1950-12-20">ein Jahr nach Gründung der <country key="XA-DE">Bundesrepublik</country></date> das <rs type="law" ref="http://d-nb.info/456234713" key="Bundesversorgungsesetz (1950)">Bundesversorgungsgesetz</rs> erlassen, das die finanzielle Entschädigung für körperliche Schäden infolge des Krieges durch Kriegsopferrenten regelte. Diese Rentenleistungen fielen aber teilweise zu gering aus. Die Kriegsopferverbände forderten, dass diese Leistungen nicht nur über die unmittelbare Not hinweghelfen müssten, sondern auch den <q>Dank des Vaterlandes</q> – die symbolische Anerkennung für die Aufopferung	der <q>Kriegsbeschädigten</q> während des Krieges – ausdrücken und zumindest die allgemeine Verteuerung kompensieren müssten. Daher protestierten die Kriegsopferverbände immer wieder für eine Erhöhung der Rentenleistungen. Ein eindrucksvolles Beispiel wird im folgenden Artikel thematisiert: 50.000 Menschen kamen im <date when-iso="1953-4">April 1953</date> zum sogenannten Kriegsopfertag des <rs type="association" ref="http://d-nb.info/gnd/30495-5" key="Sozialverband VdK Deutschland"><choice><abbr>VdK</abbr> <expan>Verband der Kriegsbeschädigten, Kriegshinterbliebenen und Sozialrentner Deutschlands e.V.</expan></choice></rs> in <rs type="place" ref="http://d-nb.info/gnd/4018118-2" key="Frankfurt am Main">Frankfurt</rs> zusammen. Deutlich wird, dass Kriegsbeschädigung in der frühen <country key="XA-DE">Bundesrepublik</country> ein Massenphänomen war und die Anliegen der Interessenverbände der Kriegsbeschädigten daher auch breite politische Unterstützung erwarten konnten.
			</p>
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