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            <title>1106. Prallâs, Kattenbrâk und Top</title>
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               <p> Der annotierte Datenbestand der Digitalen Bibliothek inklusive Metadaten sowie
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                  <title>Johann Georg Theodor Grässe: Sagenbuch des Preußischen Staates 1–2, Band 2, Glogau: Carl Flemming, 1868/71.</title>
                  <author key="pnd:104076534">Grässe, Johann Georg Theodor</author>
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                                    <p xml:id="tg3086.2.4">Am Hagenthor standen früher die Steinbilder von Prallâs und Kattenbrâk. Prallâs war ein Bürgermeister in Hildesheim gewesen und hatte mit seinem Spießgesellen Kattenbrâk die Stadt verrathen und den Feind zum Hagenthor hereinlassen wollen. Die Verräther aber wurden an ihrem bösen Vorhaben gehindert und zur Strafe in eisernen Körben am Thore aufgehängt, wo sie sterben und verderben mußten. Als sie nun umgekommen waren, stellte man zum ewigen Gedächtniß ihrer Verrätherei ihre Standbilder auf der Stadtmauer am Hagenthore auf. Da standen sie Jahrhunderte lang und wurden von den Kindern mit Steinen geworfen. Auch liefen, so lange die Bilder standen, jedesmal am Charfreitags-Mittag die Kinder der ganzen Stadt vor dem Hagenthor zusammen, denn dann hieß es, würden die Steingebilde Schlag zwölf Uhr auf eines Hahnschrei's Länge lebendig und kehrten ihre sonst abgewandten Gesichter der Stadt zu.</p>
                                    <p rend="zenoPLm4n0" xml:id="tg3086.2.5">Ein ganz anderer Mensch war aber der gute Top, dessen Steinbild auch in einer Mauernische stand, gegen seine Vaterstadt gewesen. Derselbe war der Junge eines Büchsenmachers gewesen und hatte bei einer grausamen Belagerung den Stadtvertheidigern mit größter Lebensgefahr so fleißig Kanonenkugeln<pb n="898" xml:id="tg3086.2.5.1"/>
 zugereicht, daß es endlich gelang, den stürmenden Feind abzuschlagen. Zum ewigen Gedächtniß steht noch heute sein Standbild im Garten des Arneken-Hospitals.</p>
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