<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<TEI xmlns:jxb="http://java.sun.com/xml/ns/jaxb" xmlns:tei="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xmlns:xsi="http://www.w3.org/2001/XMLSchema-instance" xmlns:tns="http://textgrid.info/namespaces/metadata/core/2010" xmlns:tgl="http://textgrid.info/namespaces/metadata/language/2010" xmlns:tgs="http://textgrid.info/namespaces/metadata/script/2010" xmlns:tgr="http://textgrid.info/namespaces/metadata/agent/2010" xml:id="tg739" n="/Literatur/M/Busch, Wilhelm/Märchen und Sagen/Ut ôler welt/2. Sagen/45. [Einem jungen Manne wurde gesagt seine Mutter wäre eine Hexe. Er]">
   <teiHeader xmlns:fn="http://www.w3.org/2005/xpath-functions" xmlns:xi="http://www.w3.org/2001/XInclude" xmlns:a="http://www.textgrid.info/namespace/digibib/authors">
      <fileDesc>
         <titleStmt>
            <title>45. [Einem jungen Manne wurde gesagt seine Mutter wäre eine Hexe. Er]</title>
         </titleStmt>
         <publicationStmt>
            <idno type="handle">hdl:11858/00-1734-0000-0006-16DC-1</idno><idno type="TextGridUri">textgrid:107gf.0</idno><availability>
               
               <p> Der annotierte Datenbestand der Digitalen Bibliothek inklusive Metadaten sowie
                                   davon einzeln zugängliche Teile sind eine Abwandlung des Datenbestandes von
                                   www.editura.de durch TextGrid und werden unter der Lizenz Creative Commons
                                   Namensnennung 3.0 Deutschland Lizenz (by-Nennung TextGrid) veröffentlicht. Die
                                   Lizenz bezieht sich nicht auf die der Annotation zu Grunde liegenden
                                   allgemeinfreien Texte (Siehe auch Punkt 2 der Lizenzbestimmungen). </p>
               <p>
                  <ref target="http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/de/legalcode">Lizenzvertrag</ref>
               </p>
               <p>
                  <ref target="http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/de/"> Eine vereinfachte
                                   Zusammenfassung des rechtsverbindlichen Lizenzvertrages in
                                   allgemeinverständlicher Sprache </ref>
               </p>
               <p>
                  <ref target="http://www.textgrid.de/Digitale-Bibliothek">Hinweise zur Lizenz und zur Digitalen Bibliothek</ref>
               </p>
            </availability>
         </publicationStmt>
         <sourceDesc>
            <biblFull>
               <titleStmt>
                  <title>Wilhelm Busch: Ut ôler Welt. Volksmärchen, Sagen, Volkslieder und Reime. ed. Otto Nöldeke. München: Lothar Joachim Verlag, 1910.</title>
                  <author key="pnd:118517880">Busch, Wilhelm</author>
               </titleStmt>
               <extent>135-</extent>
               <publicationStmt>
                  <date when="1910"/>
                  <pubPlace>München</pubPlace>
               </publicationStmt>
            </biblFull>
         </sourceDesc>
      </fileDesc>
      <profileDesc>
         <creation>
            <date notBefore="1832" notAfter="1908"/>
         </creation>
         <textClass>
            <keywords scheme="http://textgrid.info/namespaces/metadata/core/2010#genre">
               <term>other</term>
            </keywords>
         </textClass>
      </profileDesc>
   </teiHeader>
                  <text>
                     <body>
                           
                              
                           
                           
                        <div type="text" xml:id="tg739.2">
                              <div type="h4">
                                 <head type="h4" xml:id="tg739.2.1">
                                    <pb n="135" xml:id="tg739.2.1.1"/>
                                    <pb type="start" n="137" xml:id="tg739.2.1.2"/>45.</head>

                                 <p xml:id="tg739.2.2">Einem jungen Manne wurde gesagt seine Mutter wäre eine Hexe. Er wollte aufpassen, ob es wahr wäre, und in der Mainacht mußte ihm die Mutter bei der Grützemühle leuchten. Da wurde sie auf einmal zu einem Weidenbaum. – Der Sohn legte sich auf den Stall und paßte auf, wann seine Mutter wieder käme. Da kamen eine Menge Hexen, auf Kälbern und Gösseln angeritten, mit Musik ins Haus, und tanzten. Der Teufel, ihr Oberster, sagte: »Es sind zwei Augen zu viel da; soll ich sie auspusten?« Die Frau sagte: »Nein« –weil sie meinte, es wäre nur das kleine Kind.</p>
                                 <p rend="zenoPLm4n0" xml:id="tg739.2.3">Ehe sie weggingen, mußte jede geloben, etwas Böses zu thun. Die Frau sagte: »Wenn ihres Sohnes Frau auf der Diele beim Buttern das Kind wiegte, so wollte sie als alte Sau die Wiege umstoßen, daß das Kind den Arm bräche.« Den andern Tag sagte der Mann zu seiner Frau, sie sollte buttern, obwohl sie erst den Tag vorher gebuttert hatte. Die Alte ging auf der Diele hin, und gleich darauf kam eine alte Sau und warf die Wiege um, daß das Kind heraus fiel und den einen Arm brach. Der Sohn nahm einen dicken Knüppel und schlug der Sau zwischen die Ohren, daß Blut floß; und weil er ihr Blut gelöst hatte, so stand mit einem Mal die Alte da. Da sah der Sohn wohl, daß seine Mutter eine Hexe war; er zeigte sie an, und sie wurde verbrannt.</p>
                              </div>
                           </div>
                        </body>
                  </text>
               </TEI>
