1148. Mel. 6. 1. Die heerde freut sich, treuer hirt! wenn sie daran gedenket, daß alles zu dir kommen wird, was dir der HERR geschenket, obs iezo noch so fremde ist und ferne von den gaben, da deine glieder, JESU Christ, ihr theil und heil dran haben. 2. Wir wissen, was man bey dir hat und deiner hirten treue, drum werden wir nicht seelensat, und suchen immer neue, die's auch probiren, wie sichs wohnt, hirt, unter deinem dache, und ob es sich der mühe lohnt, daß man sich zu dir mache. 3. O! wie wirds doch so sehr vergnügt und herrlich seyn zu sehen, wenn, was sich hier so schwer gefügt, dort alles schon geschehen, und man mit Einem mund und mut dich preiset und erhöhet, und zeuget von dem bund im blut, darauf die kirche stehet. 4. Drum eilet alles was du send'st, ins nahe oder ferne, weil du so viel an seelen wend'st, und hättest sie so gerne, und sparest keine mühe nicht, die welt zu überzeugen, bis sich vor deiner wunden licht die nationen beugen.