Die achtundzwanzigste Fabel. Von etlichen Hanen und einer Spree. Es het ein bürger etlich han Zusamen in ein korb getan, Dazu kauft er im noch ein spren Und tet sie zu denselben zwen. Sie bißen in, denn er war klein; Forcht sich, im winkel saß allein, Gedacht: daß sie mich so durchechten, Macht, daß ich nicht von irm geschlechte. Bald sich die hanen wurden beißen Und einander den kam ausreißen. Da sprach die spree: »Nun wil ich mich Nicht mer bekümmern, weil ich sich, Daß die, welch einer mutter kind, Under sich nit zu frieden sind.« Wenn dir die fremden leides tan, Laß dirs nicht ser zu herzen gan, Wütens doch in ir eigne kind: Zerbrochen töpf allr enden find.