102. Das müde Kind Mel.: Psalm 9. Lobw. 1. Ach Gott, es taugt doch draußen nicht, Man kommt um Ruh, um Kraft, um Licht; Ich brauch' zur Not Vernunft und Sinnen, Doch wohn' am liebsten bei dir drinnen. 2. Ich bin der schlechten Dinge satt; Man sieht, man hört, man denkt sich matt. Ach, Mutterherz, drein ich mich senke, Nimm ein dein Kindlein und es tränke! 3. Unschuldig-sanfter Liebesgrund, Ach laß mich in dir alle Stund' Hinfort nur eingesunken leben, Dir kindlich, meinem Gott, ankleben! 4. Mein schmachtend Herz sich offen hält Gleichwie ein ausgedorrtes Feld; Du Geistestau, du sanfter Regen, Erquicke mich mit Gnad' und Segen!