Pans Trauer Die dunkle Trauer, die um aller Dinge Stirnen todessüchtig wittert, Hebt sachte deiner Flöte Klingen auf, das mittäglich im braunen Haideröhricht zittert. Die Schwermut aller Blumen, aller Gräser, Steine, Schilfe, Bäume stummes Klagen Saugt es in sich und will sie demutsvoll in blaue Sommerhimmel tragen. Die Müdigkeit der Stunden, wenn der Tag durch gelbe Dämmernebel raucht, Heimströmend alles Licht im mütterlichen Schoß der Nacht sich untertaucht, Verlorne Wehmut kleiner Lieder, die ein Mädchen tanzend sich auf Sommerwiesen singt, Glockengeläut, das heimwehrauschend über sonnenrote Abendhügel dringt, Die große Traurigkeit des Meers, das sich an grauer Küsten Damm die Brust zerschlägt Und auf gebeugtem Rücken endlos die Vergänglichkeit vom Sommer in den jungen Frühling trägt – Sinkt in dein Spiel, schwermütig helle Blüte, die in dunkle Brunnen glitt ... Und alle stummen Dinge sprechen leise glühend ihrer Seelen wehste Litaneien mit. Du aber lächelst, lächelst ... Deine Augen beugen sich vergessen, weltenweit entrückt Über die Tiefen, draus dein Rohr die große Wunderblume pflückt.