Schlechte Zeiten, guter Wein Über schlechte Zeiten Klag' ich nimmermehr, Wird von gutem Weine Nur mein Faß nicht leer. Willst die Zeitung lesen? Bruder, geh' zu Bier! Zu dem Saft der Reben Schmeckt kein Löschpapier. Ob auf dieser Erden Auch von Tag zu Tag Matter, kälter, schwächer Alles werden mag: Doch der Wein im Fasse Trotzt der Macht der Zeit, Fühlet nichts vom Alter Als die Würdigkeit. Was das Jahr dem Menschen Allgemach entrafft, Das, das giebt's dem Weine: Gluth und Muth und Kraft. Wollen's wieder holen Aus dem Faß hervor, Was im Flug der Jahre Jeglicher verlor! Und wer mit dem Leben Lebt in Leid und Streit, Trink' aus altem Fasse Alte gute Zeit!