Desz dritten Tausend erstes Hundert Desz dritten Tausend erstes Hundert 1. Die ietzige Welt-Kunst Die Welt-Kunst ist ein Herr, das Christenthum ihr Knecht; Der Nutz sitzt auff dem Thron; im Kercker steckt das Recht. 2. Müssiggang Iedes Haus hat seinen Ort, der gewiedmet ist zur Ruh; Knecht- und Mägde haben Lust, Herr und Frau hat Fug dazu. 3. Gesinde Zwar Gesinde sol man speisen, darff es aber doch nicht mästen, Soll sie brauchen uns zu helffen, soll sie brauchen nicht zu Gästen. 4. Auff Trepicordum Trepicordus soll sich rauffen, wil nicht kummen; denn er wil Nicht verrücken, wil erwarten ihm von GOtt gesetztes Ziel. 5. Hülffe Eigner Fleiß und fremde Hülffe fodern einen guten Mann; Ob man einem für soll spannen, muß er selbsten spannen an. 6. Das ABC der Liebe Wer das A B C wil lernen, muß es lernen biß auffs Z. A B C, das Buler lernen, geht nur biß A B: Auffs Bett. 7. Auff Nepotem Nach der Sonne richtet ein Nepos allen seinen Rath; Wann es früh, so wird er jung, ist vergangen, wann es spät; Denn er dencket nur auff das, was er heute darff und hat. 8. Auff Thrasonem Thraso wagt sich in den Krieg; Seine Mutter wil nicht weinen; Denn mit seinen schnellen Beinen Stund ihm zu manch schöner Sieg. 9. Bule, versetzt: Ubel; Bulen, versetzt: Beuln Schöner Bule, schnödes Ubel, freches Bulen, schlimme Beuln, Trifft zusammen, folgt einander, wie auff sichres lachen heuln. 10. Danck, versetzt: nackd Danck ist nackd; drauß kan man schlissen, Daß er hoch nicht zu genissen. 11. Warheit Stinckend Kees und Warheit Liegt bey Höfen abseit. 12. Wein Kümmt Wein vom weinen nicht, so kümmt vom Weine weinen; Das sauffen bringet Weh, das kan mir Niemand neinen. 13. Gutachten Es ist zwar guter Rath mehr werth als groß Geschäncke; Doch jagt das schencken offt das rathen unter Bäncke, Daß an das schencken mehr als guten Rath man dencke. 14. Geschencke Wer das Recht denckt recht zu führen, Muß die Räder reichlich schmieren. 15. Hofe-Diener Ieder wil bey Hofe dienen; aber mehrentheils nur immer Nicht beym sorgen, nicht beym dulden, sondern nur im Taffel-Zimmer. 16. Ein Hofemann Bey Hofe wird kein Greiß, Wer nicht zu heucheln weiß. 17. Anders Wer bey Hof ist worden alt, gibt zu mercken an den Tag, Daß er zwar mit schmecken viel, doch mit lecken mehr vermag. 18. Von vier Hirtinnen Chloris, Doris, Iris, Ciris liebten einen Hirten alle; Ihm zu weisen mit dem Wercke, daß er ieden wol gefalle, Krönte Chloris ihn mit Blumen; Doris bracht ihm Honig-Schnidte; Iris grüsset ihn mit lächeln; Ciris fasst ihn in der Mitte, Küste seinen Mund-Rubin. Ihm behagte nur das küssen, Nam von sich und gab der Ciris Krone, Honig und das grüssen. 19. Die Saate der Warheit Wer bey Hofe Warheit säet, erndtet meistens Mißgunst ein; Wächst ihm etwas zu von Gnade, wirfft der Schmeichler Feuer drein. 20. Fremde Kleidung Deutsch zu reden, deutsch zu schreiben sind die Deutschen ietzt beflissen; Wie sie sich recht deutsch bekleiden, künnen sie zur Zeit nicht wissen, Biß zum kleiden, wie zum reden, eine Gnoßschafft sie beschlissen. 21. Auff die bekneidete Lucidam Lucida, du schöner Schwan, dran zu tadeln keine Feder, Wann du nur nicht wie der Schwan drunter decktest schwartzes Leder! 22. Auff einen Æsopum Es gläntzet dein Verstand, Æsopus, weit und ferne; Wie schade, daß ihn fast so schmutzige Laterne! 23. Irren ist menschlich Wer ist immer gleiche witzig? Witz ist warlich so ein Ding, Das nicht allemahl zu Hause, das bißweilen schlafen gieng. 24. Auff Vitum Veit trägt eine Flegel-Kap über einer Knebel-Haut; Höflich hat ihm abgesagt; dieses macht, daß er nicht traut. 25. Verehrungen Wer für grosse Herren fischt, kümt nicht an mit kleinen Fischen, Sondern wo vom Maule her biß zum Schwantz ist viel dazwischen. 26. Auff Harpacem Harpax kan nicht müssig seyn; wil ihm niemand was befehlen, So erbricht er Thür und Thor, Lad und Küste, was zu stehlen. 27. Das frome Alter Wann die Wollust uns verläst, kümmt uns dann die Andacht an; Himmel hat den Alten erst, Welt hat vor den jungen Mann. 28. Schönheit Schönheit ist ein Vogel-Leim; ieder hanget gerne dran, Wer nur fleuget, wer nur schleicht, wer nur manchmal krichen kan. 29. Deß Mopsi Urtheil Egla war von blöden Augen; Phyllis war von stumpffen Ohren; Nisa war von schwerer Zunge; iede war also geboren. Sonsten hatte Zier und Zucht unter ihnen gleichen Krieg; Sonsten hatte Zier und Zucht unter ihnen gleichen Sieg. Mopsus solt ein Urthel fällen über ihre drey Gebrächen, Sprach: Das fühlen ist bey allen, und das andre nicht zu rechen. 30. Selbgunst Selblieb handelt immer recht; dann ihm gibet Recht und Rath Rath und Richter an die Hand, den er in dem Spiegel hat. 31. Gewissen ohne ss: Gewien Die sonsten nimmer nie zusammen gerne kamen, Gewissen und Gewien, besitzen einen Namen. 32. Welt-Gunst Manchen treibet grosse Brunst Durch geübte List und Kunst, Welt, zu werben deine Gunst, Die zu haben fast umsonst Und für sich doch nichts als Dunst. 33. Ein Hofemann Wer redlich ist im Hertzen und mit dem Munde frey, Der wisse, daß bey Hofe behäglich er nicht sey. Wie man ihm vorgesaget, so sagt der Papagey; Drum wer daselbst wil gelten, der trete diesem bey. 34. Verstellung Wer sich bey der Welt hoch bringt an durch stellen, Darff sich wol bey Gott tieff hinunter fällen. 35. Schmüncke Wolt ihr euch, ihr Jungfern, schmüncken? Nemet dieses zum Bericht: Nemet Öle zu den Farben; Wasser-Farben halten nicht. 36. Armut und Reichthum Gib mir, wilstu mir was geben, Armut nicht, HErr, Reichthum nicht! Dieses möcht auß deinen Furchten reissen mich in seine Pflicht; Jenes dürffte zwingen mich, mich durch Unrecht zu ernähren; Dorte dürfft ich leugnen GOtt, hier den Nechsten arg beschweren. Gib mir, was mir ist von nöthen! wann dein Wort und Brot ich hab, Hab ich, was mich zeitlich, stärcke, hab ich, was mich ewig lab. 37. Alter Adelstand Weiland war deß Adels Brauch in dem Felde durch das Blut, Nicht im Acker durch den Schweiß, zu erwerben Ehr und Gut. 38. Gewalt für Recht Gewonheit wird Gebot durch Brauch und lange Zeit. Krieg hat durch dreissig Jahr Gewalt in Recht gefreyt. 39. Nachdrückliche Worte Daß der Sinn es redlich meine, haben wir nur ein Gemercke: Wann nicht Worte bleiben Worte, sondern Worte werden Wercke. 40. Auff Onalum Onalus (meint iedermann) sey ein Mann, dem Lob gebühre, Wann er schweigt, dieweil er sonst führt den Esel für die Thüre. 41. Ietziges Gewissen Unsrer Zeit Gewissen Stehet auff genissen. 42. Alte Jungfern Alte Jungfern mügen buhlen, künnen dennoch Jungfern seyn; Dann weil Jung ist fern an ihnen, trifft es also richtig ein. 43. Lebens-Satz Viel gedencken, wenig reden und nicht leichtlich schreiben Kan viel Händel, viel Beschwerden, viel Gefahr vertreiben. 44. Lebens-saat Canus ist zwar Lebens-saat; eh der Magen sich soll schliessen, Wil er gleichwol zum Confect was von Jahren noch geniessen. 45. Unterscheid Duplex, der mit Pfeiffen handelt, führet meistens schlimme Pfeiffen, Die ihm aber wol gehn abe; denn er kan sie selbsten greiffen. Simplex handelt auch mit Pfeiffen, derer kein ihm abe gehet, Ob sie gleich sind wol gebrochen, weil er pfeiffen nicht verstehet. Gleiches ist doch nimmer eines; gleiche handeln, gleiche seyn, Gleiche seyn und gleiche handeln, trifft doch nimmer über-ein. 46. Auff Polyglottum Polyglottus kan viel Sprachen; wo viel Sprachen, da viel Worte; Wo viel Worte, da viel Sinnen, und das Hertz an keinem Orte. 47. Der Buchstabe G Meistens alles auff der Erden, drauff die Leut am meisten streben, Stehet unter denen Dingen, die sich auff ein G anheben: Gold, Geld, Gut, Geschencke, Gaben, Gunst, Gewin, Gewalt, Geschicke, Glaube, Glimpff, Gesund, Gewissen und mit einem Worte Glücke Wil sich alles drunter stellen. Wann zu diesem zu sich zehlet Gott mit seiner Gnad und Güte, weiß ich nicht, was Gutes fehlet. 48. Hofe-Witz Wer nicht bey den schlauen Höfen iedem Kopffe weiß zu kummen, Der hat selbsten nicht nach Hofe was von Kopffe mit genummen. 49. Hingegen: Wer da bey den schlauen Höfen iedem Kopffe weiß zu kummen, Der hat zwar den Kopff nach Hofe, das Gewissen nicht, genummen. 50. Klugheit und Thorheit Iedermann hat zu Haußinnen zwey gar ungegleichte Gäste, Einen Doctor, einen Narren, die mit seinem Brot er mäste; Wil er nun nicht vor sich sehn und den Narren halten ein, Wird er, als der Doctor, mehr an der Thür und Fenster seyn. 51. Hofe-Wercke Was zu Hofe wol geht an, Hat die Herrschafft selbst gethan; Was daselbst gefehlet hat, Dieses hat versehn der Rath. 52. Der beste Glaube Man helt ietzt diesen Glauben hoch, der hohen Stand gebieret; Drum halt ich diesen Glauben hoch, der biß in Himmel führet. 53. Das Glücke der Gottlosen Was hilfft es einen Dieb, der morgen hencken sol, Ob er mit Speiß und Tranck versorgt ist heute wol? Den Sünder hilfft es nicht, den Hölle sol verschlingen, Wenn er gleich in der Welt lebt stets bey guten Dingen. 54. Christen-Todt Unser Tod, der ist ein Tod Nicht deß Lebens, nur der Noth. 55. Grosser Hunger Da ist, da ist erst zu sagen von den rechten Hungers-Nöthen, Wann die Müller und die Bäcker pflegt der Hunger auch zu tödten. 56. Schlesier Wer sagt, das Schlesier nicht allzu höfflich seyn? O, Schmeich- und Heucheley wil ihnen nur nicht ein! 57. Christen-Complimenten Ja, Ja, Nein, Nein sind Complimenten, die Christus Christen fürgeschrieben; Wann Christus nur in Franckreich käme, so würd ihm bald ein andres lieben. 58. Auff Ronchum Ronchus ist alleine klug; Klugheit bleibt ihm auch alleine; Denn es sucht und holt bey ihm nun und nimmer keiner keine. 59. Das Glück ein gemein Weib Das Glück ist wie ein Weib, die keinen völlig liebet, In dem sie sich ietzt dem, ietzt jenem untergibet. 60. Grabschrifft einer tugendhafften Frauen Schaut diesen schlechten Stein! Ein Demant soll es seyn; Denn das, was er beschwert, Ist mehr als dieses wehrt: Hier liegt die Frömigkeit Und harrt auff jene Zeit. 61. Von vergangenem Kriege Die Wercke, die der Krieg bißher bey uns verübt, Die wiesen, was für Plag es in der Hölle gibt. 62. Die Freyheit Wo dieses Freyheit ist: frey thun nach aller Lust, So sind ein freyes Volck die Säu in ihrem Wust. 63. Der Welt Thorheit Eine Ranstat ist die Welt, drinnen fast ein iedes Haus Heimlich doch, wo wißlich nicht, hat und heget einen Claus. 64. Redligkeit Schlecht und Recht, wo find ich dich? Unter keinem hohen Giebel, Manchmal unter Leim und Stroh, zum gewisten in der Biebel. 65. Auff Rubidam Rubida ist voller Scham: niemand wird sie baarfus finden; Sonsten kümts der Mode zu, das die Brust ist ohne binden. 66. Undanckbarkeit Der uns gibt die gantze Welt, der uns wil den Himmel geben, Fodert nichts dafür als Danck, kan ihn aber nicht erheben. 67. Eine Wittfrau Wer ihm eine Wittfrau traut, Schläffet nie auff gantzer Haut. 68. Gottes Güte Wann uns Gott, was wir verdienen, sonsten nichts nicht solte geben, Würden wir von unsren Diensten ärmer als kein Betler leben. 69. Auff Plutum Wüntsch ich dir, Plutus, ein ewiges Leben, Ist dir dieses wüntschen doch anders nicht eben, Wann ich nicht wüntsche, deß Wuntsches ervöllen Lange noch, lange noch spare den Willen. 70. Lust und Schmertz Freud und Leid, das Buler-Paar, Henckt zusammen immerdar. 71. Die Furcht Der Tod, für dem der Mensch so fleucht und so erschrickt, Wehrt an ihm selbst so lang, als lang ein Auge blickt. Deß Todes Furcht ist tod mehr als der Tod; der Tod Verkürtzt, was ihn vergällt: der Furchte bittre Noth. 72. Amt-Schreiber Edelleute schinden Bauern; Schreiber schinden Edelleute; Schreibern kummen wie den Gerbern Bauer- und auch Edelheute. 73. Weiber-Hütter Ohne Noth wird die bewacht, Die auff Unzucht nie gedacht; Nur vergebens wird bewacht, Die auff Unzucht hat gedacht. 74. Keuschheit Keuschheit ist ein Balsam; Weiber sind ein Glas; Jener ist sehr köstlich, gar gebrechlich das. 75. Bestechungen Alle Schlösser öffnen künnen Ist ein Fund von schlechten Sinnen; Denn hierzu ist diß der Rath, Das man göldne Schlüssel hat. 76. Auff Pontiam Du Scheusal, Pontia, du Unding aller Frauen! Wie daß man dich so ehrt? ey, hör mich im Vertrauen! Man helt dich für ein Bild, mit Golde starck beschmieret, Dem einig und nicht dir solch Ehr und Dienst gebühret. 77. Auff Gurgitem Gurges, dein beweglich Gut sah man längst sich weg bewegen; Unbeweglich, was noch war, wird sich ehstes gleichfalls regen; Dieses macht der starcke Wein, dessen Geister drein sich finden, Daß sich alles so bewegt, regt und drauff wil gar verschwinden. 78. Der sondere Stand Wer ruhig sitzen wil, der sitze nicht beim Gübel; Wo Schwindel folgt und Fall, daselbsten sitzt sichs übel. 79. Eitelkeit Nim weg die Eitelkeit von allen unsren Wercken, Was wird dir übrig seyn und gültig zuvermercken? 80. Die Liebe Wo Liebe kümmt ins Haus, Da zeucht die Klugheit auß. 81. Höfligkeit Was Höfligkeit versprochen, Ist ferner nicht zu suchen; Sie machet keine Pflicht; Ihr Band, das bindet nicht. 82. Gold Weil unter dem, was schwer, das Gold am schwersten wiegt, Drum kümmt es, daß dem Gold ein iedes unten liegt. 83. Weiber Die nicht Weiber haben, Wüntschen ihre Gaben; Die sie nun genossen, Werden drob verdrossen. 84. Alt und Jung Das Alte klappert, das Junge klinget; Das Alte schleichet, das Junge springet. 85. Die Zeit Was die Zeit für Urthel spricht, Drauß wird alles Thun gericht. 86. Auff frantzösisch Alles, alles, was man thut, soll frantzösisch seyn geschehen; Wie man Kinder zeugen mag auff frantzösisch, möcht ich sehen. 87. Anschläge Was man für der Zeit erwehlet, Sonst ist nichts, das so sehr fehlet. 88. Vergnügligkeit Ein Leben bey vergnügtem Mut, Ist immer gut, hat immer Gut. 89. Adeliche Geschlechter Ein altes edles Haus ist recht ein altes Haus; Der Adelstand, der liegt; ein ieder geht drauff nauß. 90. Ein alter Soldat Junge Krieger, alte Kriecher; Stärck und Mut ist auch ein Ding, Das, wie sehr es vor geprachtet, endlich doch auff Krücken ging. 91. An eine fürstliche Person Fürstin, Ihr geht, wie es billich, inner Gold und Seiden her; Dennoch seh ich, als die Kleider, nichts an Euch, das schlechter wär. 92. Die Begierden Stündlich kämpfft man mit den Lüsten; selten pflegt man ob-zu siegen; Wenig derer, die bestehen; viel sind derer, die erliegen. 93. Auff Cascam Casca ist wie Finsternüß, und ihr Gold ist wie die Sonne; Ihr Gesichte bringet Grau, und ihr Beutel bringet Wonne. Wer nun Sonn und Wonne liebet, muß sich machen auch bereit, Daß er mit der Finsternüsse bringe zu bestimmte Zeit. 94. Ein alt Weib Ein altes Weib, das schön, macht mit so seltnen Gaben, Daß über ihr daher stets schweben weisse Raben. 95. Auff Drancem Drances wüntschet seinem Weibe langes Leben; (dann ihr Geld, Das sie hat, verdient es billich!) doch er meint, in jener Welt. 96. Fürsten Fürsten sind deß Vaterlandes Väter; drum wer ihre Scham Wo entblöst und sie verschimpfft, hat den Fluch, wie weiland Cham. 97. Wittiben Wer sich an ein Schinbein stösset, der hat grosse, kurtze Schmertzen. Witwen, welchen Männer sterben, fühlen gleiches in den Hertzen. 98. Lust und Leid Was die Jugend hat erfreut, Hat das Alter offt bereut; Lust und Leid, die sind getreut. 99. Gläubiger Ist Schuldrich gleich Blut-arm, ob Niemand ihn gleich acht, Wird er mit Mahnern doch bedient, begleit, bewacht. 100. Hunger und Liebe Der Hunger und die Liebe sind beyde scharffer Sinnen, Sie finden leichtlich Mittel, ihr Futter zu gewinnen.