63. Wenn an den drei hohen Festtagen, Ostern, Pfingsten und Weihnachten, jemand in der Nacht aufwacht, so muß er ein Gesangbuch nehmen, es aufschlagen und dann offen wieder fortlegen. Ist der Gesang nun ein Sterbelied, so muß er noch im selben Jahre sterben, ist's ein Tauflied, so wird er taufen lassen oder Gevatter stehn, und so wird in jedem Fall nach dem Inhalt des Liedes sein Schicksal für das nächste Jahr bestimmt. Temme: Sagen der Altmark S. 73- 88.