An den Wein Wein! ich möchte dich bald haßen, Ich bin deiner Allmacht feind, Denn du willst mir meinen Freund Immer nicht vom Becher lassen. Du bist meiner Freuden Dieb, Könnt ich dich doch ganz verachten. Milon hat dich gar zu lieb, Und mich läßt er schmachten. – Loben wollt ich die Begier, Wein zu trinken halbe Nächte, Wenn mein Milon nur mit mir Manchen Abend zechte; Aber nun trinkt er den Wein Mit den Männern ganz allein. Ha ihr Männer, ha ihr Zecher, Amor jag euch von dem Becher Durch die Pfeile, die im Köcher Aufgesammlet sind zur Pein Aller Herzenbrecher.