24. Komm und behandle nimmer Mit solchem Grolle mich; Es binden ja die Pflichten Der alten Freundschaft dich! Horch meinem guten Rathe, Der eine Perle ist, Weit schöner als die Gemme Die du im Schatz verschliess'st. Komm armen Trunkenbolden Zu Hilfe, Gott zu Lieb', Wenn dir noch Saft der Rebe Von gestern Abends blieb! Allein, wann zeig'st den Zechern Du deiner Wange Spur, O du, dem Mond und Sonne Als Spiegel dienen nur? Sprich nicht von Zechern übel, Sei klug, o alter Mann: Für gottgeliebte Leute Empfändest Groll du dann. Wie? fürchtest du dich nimmer Vor meiner Seufzer Brand? Du weisst ja doch, dich decket Ein wollenes Gewand. Hafis, nie hört' ich Lieder Wie deine schön und zart; Dies schwöre ich beim Koran, Den deine Brust bewahrt!